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 Living on a guitar´s strings

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Kauzi
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jun 24, 2012 9:42 pm

Ethan war zutiefst erleichtert, dass Chris wieder ein wenig Fassung zu gewinnen schien. Der Arzt konnte es einfach nicht wirklich ertragen wenn er so aufgelöst war, auch, wenn er das in seiner Wut anfänglich sogar ein wenig provoziert hatte. Aber schnell hatte er es bereut, und er war froh, dass der Hippie nicht mehr ganz so wütend und aufgelöst wie zuvor erschien, und sogar ein leichtes Lächeln zustande brachte. Auch, wenn er von seiner Aussage reichlich geschockt schien. Doch was sollte Ethan verbergen, es war ein Fakt, dass er im Krieg hatte Menschen töten müssen. Auch, wenn er nicht stolz darauf war, das musste er akzeptieren, was passiert war, er musste mit der Schuld leben, auch, wenn es ihn manchmal von innen auffraß. Nicht selten hatte er noch Alpträume, die ihn immer wieder an die Monate des Krieges und des Leides erinnerten. Chris musste nicht unbedingt wissen, wie sehr das alles noch an ihm nagte, wobei Ethans Aussage ihm vermutlich einen kurzen Ausblick auf seine Ängste geboten hatte.
„Das vielleicht nicht, aber sie können es durchaus schwieriger machen“, murmelte er, in Gedanken versunken. Erst, als Chris ihn noch einmal küsste, riss er sich aus seinen düsteren Erinnerungen und lächelte ebenfalls leicht. Er wollte auch nicht mehr streiten, für den Moment schien die Spannung vorbei zu sein, und Ethan hatte überhaupt nicht mehr das Bedürfnis, sauer auf Chris zu sein. Bei ihnen beiden hatten wohl einfach die Emotionen ein wenig verrückt gespielt, doch das hatte sich nun wieder gelegt.
„Am besten essen wir erst mal was, bevor die Lasagne kalt wird“, summte er, und zog den Hippie am Handgelenkt mit sich. So ähnlich wie die vergangenen Tage vergingen auch die kommenden zwei Wochen, in denen der Arzt noch krank geschrieben war. Sie verbrachten viel Zeit im Bett oder vorm Fernseher, die rosarote Phase genießend, in der ihre Beziehung momentan steckte. Die Hitzewelle hatte zum Glück etwas nachgelassen, dennoch gingen sie selten nach draußen, geschweige denn gingen sie aus. Beide fühlten sie sich doch noch etwas unwohl im Nachtleben der Stadt, und außerdem konnten sie sich zuhause auch sehr gut alleine beschäftigen. Zwar hatten sie immer noch nicht miteinander geschlafen, da Ethan sich erstens immer noch nicht sicher war, ob Chris das schon wieder verkraften könnte, und ihm zweitens leider immer noch ein wenig das Wissen fehlte, wie er es überhaupt so wirklich angehen sollte, doch Ethan hatte irgendwie das Gefühl, dass sie diesem einschneidenden Erlebnis immer näher kamen. Manchmal verspürte er ein leichtes Kribbeln bei dem Gedanken daran, und dann hätte er Chris am liebsten sofort ins Bett gezerrt und es mit ihm getrieben, aber er wollte, dass das ein besonderes Ereignis wurde, und so hielt er sich zurück.
Außerdem war er nun seit drei Tagen wieder bei der Arbeit, und in die gewohnte Routine zurückzufinden, war gar nicht so einfach. Es nervte ihn, dass er Chris nun nicht mehr den ganzen Tag lang sah, da er von früh morgens bis nachmittags spät im Krankenhaus war, aber das machte die Stunden am Tag und in der Nacht, die ihnen gemeinsam blieben, nur umso intensiver. Ein wenig froh war Ethan dennoch, dass ihn die Arbeit so sehr einnahm, dass er nicht so viel Zeit zum Nachdenken hatte. Er hoffte, dass Chis ebenfalls eine gute Beschäftigung gefunden hatte, dass er sich vielleicht wieder häufiger mit seinen Freunden traf, sodass er nicht den ganzen Tag alleine zuhause hockte und Trübsal blies.
Jetzt hatte er zum Glück Mittagspause und ein wenig Zeit, seine Gedanken schweifen zu lassen. Er hatte sich in der angenehmen Sonne auf einer Bank niedergelassen, mit einem jungen Kollegen quatschend. Die meisten im Krankenhaus hatten ihn wärmstens zurück empfangen. Die ganze Geschichte hatte er freilich niemandem von ihnen erzählt. Sie wussten, dass er überfallen und zusammengeschlagen worden war, genau wie sein Mitbewohner. Mehr wussten sie nicht und würden sie auch nicht erfahren. Ansehen konnte man ihm den Übergriff zum Glück nicht mehr, abgesehen von den Narben auf seiner Brust waren alle blauen Flecken weitestgehend verschwunden.
Ethans Pause war schon beinahe wieder zuende, und sein Gesprächspartner war schon wieder ins Krankenhaus gegangen. Generell war der Eingangsbereich des Hospitals ziemlich leer, sodass ihm die schlaksige Gestalt, die da auf ihn zugelaufen kam, sofort auffiel. Seine Augen weiteten sich leicht, als er erkannte, dass es sich um Chris handelte.
Hastig sprang er auf und ging ihm schnellen Schrittes entgegen, sich dabei immer wieder hektisch umsehend.
„Was machst du denn hier?“, fragte er leise, Chris an den Schultern festhaltend.

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Mrs Lovett
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jun 24, 2012 10:49 pm

Es war grauenvoll wie schnell die Zeit doch verging, wenn man über beide Ohren verliebt war. Chris hatte sich nichts mehr gewünscht, als dass Ethan noch länger bei ihn bleiben konnte, er wollte mehr, mehr solcher Momente, wo sie sorglos in den Tag hineinleben konnten, wo sie nichts und niemand störte, wo keine Verpflichtungen anstanden, die erledigt werden musste und bis auf diverse Einkäufe hatten sie nicht einmal etwas zu tun- der Blonde konnte sich immer noch nicht vorstellen unter Menschen zu gehen, auch wenn es ihm nun merklich leichter fiel Draht zu den anderen zu finden und wieder ganz der Alte zu werden, doch in den Armen seines Mitbewohners zu liegen, mit all seinen Sinnen seine Nähe zu spüren- dies klang viel verlockender als irgendwelche Stadtbummel oder Besuche in irgendwelchen Nachtlokalen, wobei der Hippie mit den zunehmenden Tagen auch mitbekam, dass er seine Dosis Leben unter freiem Himmel irgendwo brauchte, denn so schön eine Wohnung auch sein mochte, waren es immer noch vier Betonwände unter einem Dach mit winzigen Fenstern, einengend für Freigeister.
An den Sex hatte Chris gar nicht so stark gedacht, auch wenn sehr viele sexuell geladene Momente vorhanden waren, aber irgendwo brauchte er Zeit, er wollte schließlich nicht beim Akt auf einmal weinen, weil sein Kopfkino ihn erneut an den Überfall erinnerte- nein, es war wichtig, dass Ethan vor allem bei seinem, nun ja, ersten Mal nicht das Gefühl bekam, er würde es falsch machen, denn wenn der Blondhaarige eines auf jeden Fall so oft es nur ging wollte, dann war es der Sex und dieser durfte ihnen einfach nicht vermiest werden.
Also wartete er brav, beließ es bei den junfräulichen Kontakten und fühlte sich wieder in seine Teenagerzeit zurückgesetzt, nur dass hier keine Hausmädchen reinplatzen konnten, wenn sie nackt im Bett saßen und sich gegenseitig berührten oder gar Mütter, die sich im Zimmer verirrt hatte.
Doch wie jede farbenfrohe Zeit, neigte sich auch diese dem Ende als die Zeit, in der sein Geliebter krankgeschrieben worden war, ablief und der Ältere erneut zur Arbeit musste und Chris so wie gewohnt alleine daheim saß, abwartend dass das Schloss der Haustüre umgedreht wurde und durch diese ein müder Arzt kam, den er dann mit großer Freude und Sehnsucht empfing.
Doch anstatt wie eine alte Jungfer daheim zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen, in der Hoffnung seine große Liebe erblicken zu können, versuchte sich der Hippie daran unter Menschen zu gehen, die frische Luft zu genießen und die grünsten Flächen der riesigen Stadt abzusuchen um dort sich dem Träumen hinzugeben.
Er hatte seine Schuhe abgelegt und sein buntes Stirnband herausgekramt, er wollte sich nicht mehr vor den Menschen verstecken und er wollte auch nicht mehr breite Shirts anziehen, in der der schmale Körper unterging und als auch die letzten Flecken verheilten und das angeschwollene blaue Auge wieder normale Form und Farbe angenommen hatten, fühlte er sich wieder so wie früher, als wäre nie etwas geschehen.
Natürlich, sobald die Sonne hinter den Hochhäusern unterging, war auch der Blonde daheim, denn den dunklen Gassen traute er schon lange nicht mehr so sehr, dafür war seine Naivität einfach nicht stark genug.
Auch seine Freunde besuchte Chris, wurde von der Chaotenbande mit so viel Liebe empfangen, dass er beinahe vor Freude weinen wollte. Dass sie sich freuten ihn zu sehen war dem jungen Mann klar, doch dass sie ihn so vermisst hatten, das überstieg seine Vorstellungskraft.
Doch so sehr auch alles wieder beim Alten zu sein schien, vermisste er immer noch seinen geliebten Doktor, dessen Gesicht er nun nicht mehr, wie gewohnt, jede Sekunde sehen konnte und dessen Lippen er nicht mehr so oft spüren konnte wie in den wunderbaren zwei Wochen und das frustrierte den Hippie immer stärker, sodass er sich zur Ablenkung die wunderbare Welt des Kochens und Backens beibrachte, weniger für sich und mehr für seinen Geliebten und um einen anständigen Grund zu finden, um ihn auf der Arbeit zu besuchen, denn ein „Ich sehne mich nach dir“ würde wahrscheinlich nicht reichen, Chris war ein Blickfang für jeden anständigen Arzt in diesem Krankenhaus, und wahrscheinlich sogar unglaublich peinlich. Aber wenn er Ethan etwas zu Essen bringen würde, würden sie vielleicht denken, dass sein Mitbewohner lediglich ein freundlicher Mensch war und Hippies waren ja immer unglaublich freundlich und faul und- ach er konnte sich schon denken, was in den Köpfen der Leute vorging und was sie von ihm hielten.
Doch diese Vorurteile und mögliche Blicke der anderen hinderten den Hippie nicht daran, sein Vorhaben, Ethan auf der Arbeit zu besuchen, in die Tat umzusetzen.
Mit einer Dose im Schlepptau tänzelte der Vierundzwanzigjährige quer durch San Francisco, bis er endlich das Krankenhaus erreichte, wo sich sein Geliebter aufhielt. Der Zeit zu urteilen musste er noch Mittagspause haben aber er konnte ja zur Not irgendwelche Mitarbeiter fragen, sie würden ihm bestimmt weiterhelfen.
Neugierig schaute sich der Grünäugige um, eigentlich konnte er mit diesen Einrichtungen nicht mehr irgendwas Gutes verbinden aber die Tatsache, dass kaum los war und dies zusätzlich auch ein anderes Krankenhaus war, konnte er seine Nerven ruhig halten.
Etwas verloren fand sich Chris in dem Eingangsbereich, kaum jemand, den man etwas fragen konnte, doch seine verwirrten Augen erblickten rasch das Gesicht seines Freundes. Ein breites Lächeln huschte über die Lippen des Hippies, er wollte schon in seine Arme springen, doch da fiel ihm ein, dass es hier nicht irgendwie der Park oder die einfache Straße war, sondern der Ort, wo Ethan sein Geld verdiente und er sollte sich wahrscheinlich unauffälliger verhalten, war sein Erscheinungsbild doch auffällig genug.
„Ethan!“, stieß der Blonde fröhlich heraus, als dieser endlich bei ihm angelangt war, jedoch verfinsterte sich seine Miene bei seiner Frage. Auch hatte er gehofft, dass der Arzt ihn wenigstens umarmen würde, wenigstens…leicht.
„Naja…mir war öde und..und ich hab dir Brownies gebacken.“, murmelte der Jüngere nachdenklich, hob die Dose mit der Backwahre hoch, damit der Ex- Soldat sie sehen konnte. „Dachte, du freust dich.“

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Kauzi
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mo Jun 25, 2012 1:05 pm

Ethan biss sich unruhig auf die Unterlippe, er wusste, dass Chris wohlmöglich noch ein wenig mehr darunter litt, dass sie sich nur abends und am Wochenende sahen. Der Arzt war immerhin verpflichtet, seinen Kopf voll und ganz auf seine Arbeit zu konzentrieren, da war traurigerweise gar keine Zeit, um den Stunden in Zweisamkeit nachzutrauern. Chris hatte da wohl etwas mehr Zeit, auch, wenn er ihm schon stolz davon berichtet hatte, wie er seine Hippiefreunde wiedergetroffen hatte und tagsüber durch die Straßen gewandelt war. Aber er verbrachte auch viel Zeit damit, zuhause zu sitzen und für ihn zu kochen oder zu backen, und wenn er nach Hause kam, dann war Chris immer da und wartete auf ihn. Ethan genoss es richtig, in der Illusion einer kleinen perfekten Familie zu leben, aber Momente wie dieser zeigten ihm, dass sie eben genau das nicht waren: eine perfekte Familie, wie sie die Gesellschaft akzeptierte.
Sein Gesicht nahm einen Ausdruck leichter Traurigkeit an, als er merkte, dass Chris sich anscheinend etwas mehr erhofft hatte, aber er wusste doch, dass niemand wissen durfte, dass sie zusammen waren. Schon gar nicht an seinem Arbeitsplatz, wo man ihn kannte. Sonst wäre er seinen Job vermutlich sofort los.
„Ich….Ich freu mich auch, Chris, wirklich, aber du weißt, dass das niemand wissen darf. Und gerade hier am Krankenhaus, das war keine so gute Idee“, erklärte er mit besorgt zusammengezogenen Augenbrauen. Er seufzte, als er das enttäuschte Gesicht seines Freundes sah, sicher war er nur mit guter Absicht hierhergekommen, aber gute Absichten würden seinen Job auch nicht retten, wenn sie aufflogen. Dennoch, es tat ihm weh, den Jüngeren so niedergeschlagen zu sehen, und so blickte er sich kurz um, und als niemand in Sichtweite zu sein schien, zog er den Hippie schnell am Handgelenk mit sich hinter einige üppige Sträucher. Er stellte die Dose mit den Brownies beiseite, sicher schmeckten sie köstlich, und seine Kollegen würden sich über das Gebäck auch freuen. Dann nahm er Chris in den Arm und gab ihm einen kurzen, aber heftigen Kuss.
„Siehst du, ich freu mich, und ich vermisse die letzten zwei Wochen auch, aber du musst mir versprechen, dass du mich nicht mehr auf der Arbeit besuchen kommst, ja?“, mahnte er mit ernstem Blick und hob Chris´ Kinn leicht an, sodass er ihn ansehen musste.
„Ich versuche, heute etwas früher nach Hause zu kommen.“
Er blickte den Hippie fest an, beugte sich dann ein Stück zu seinem Ohr hinunter.
„Und wenn ich wieder da bin, können wir ja vielleicht auch endlich den letzten Schritt machen und ordentlich zur Sache kommen, oder was meinst du?“, hauchte er , küsste seinen Nacken und grinste ihn dann verschwörerisch an. Er wusste, dass sie nicht ohne Grund so lange gewartet hatten, aber mittlerweile hatte er einfach das Gefühl, dass sie so weit waren. Außerdem war er vor Chris auch schon länger mit keiner Frau mehr zusammen gewesen, und er hatte immerhin auch Bedürfnisse. Wenn er diese seinem Freund auch nicht hatte aufzwingen wollen, langsam aber sicher war er bestimmt geduldig genug gewesen, und der Hippie schien ja außerdem wieder ganz gut auf dem Damm zu sein, also konnten sie es wohl wagen. Und zusätzlich würde der Gedanke an den Abend Chris´ Laune auch hoffentlich etwas heben und ihn ein wenig von diesem sicherlich für ihn enttäuschenden Besuch ablenken.

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Mrs Lovett
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mo Jun 25, 2012 7:46 pm

Natürlich sah Chris nicht das Problem darin, ihn in seiner Pause zu besuchen und irgendwas zu Essen mitzubringen, schließlich sprang er ihn nicht gleich um und knutschte ihn vor seinem Kollegium ab.
Die Stirn runzelnd hörte der Blonde den Worten Ethans zu, verstand seine Angst, dass er nicht erwischt werden wollte, doch dieses Versteckspiel war ebenfalls falsch, er wollte nicht immer so tun, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten, er wollte einfach nicht seine Liebe leugnen, aber was für eine Wahl hätten sie sonst gehabt?!
Der Hippie wollte nicht, dass sein Freund wegen ihm seinen Job verlieren würde, obwohl es nicht so schlimm gewesen wäre, er wusste, dass wenn er seine Eltern nur fragen würde, sie ihnen bestimmt mehr Geld schicken würden, es ging doch gerade bergauf mit seinem Vater und Mom hatte anscheinend auch eine Beschäftigung gefunden, die sowohl kostspielig als auch gewinnbringend war.
An Geld hätte es ihnen also vielleicht nicht gemangelt und dennoch, Ethan wäre nicht Arzt geworden, wenn er es nicht gewollt hätte, im Gegensatz zu ihm hatte er einen Plan und Chris wollte ihn nicht zerstören, weswegen er ihm auch nicht widersprach, auch wenn es den Grünäugigen irgendwie traurig machte.
„Hmmm.“, murmelte er nur gedankenverloren, da wurde sein Leib auch schon hinter irgendein Gebüsch gezogen, viel zu schnell, sodass er gar nicht realisierte, was Ethan jetzt tun wollte, doch bei dem unangekündigten Kuss erhellte sich die Miene des Blondhaarigen, auch wenn es viel zu kurz endete und…nun ja, sie hatten sich erneut versteckt.
Chris schloss für einen kurzen Moment die Augen, wollte doch nicht, dass dieser kleine Moment verging und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass sie genau so durch San Francisco laufen konnten- zusammen als Paar, doch daraus sollte wohl nichts werden, zumal sein Mitbewohner nicht mehr wollte, dass er sich hier blicken ließ. „Aber du bist so lange weg…“, protestierte der junge Hippie, seine grünen Augen musterten den Arzt, wie er da in seinen Arbeitsklamotten dastand. Es machte wohl keinen Sinn, darüber zu diskutieren und Ethan schien viel zu viel Angst davor haben, dass die Menschen etwas ‚Falsches‘ von ihm dachten, dass sie glaubten, er wäre tatsächlich ‘schwul‘. Dann würde er ihm eben keine Brownies mehr bringen..
„Du kannst ja gar nicht bestimmen, wie viele Kranke bei euch landen…beeil dich wegen mir nicht.“, warf er nach einer Weile ein, schenkte dem Dunkelhaarigen ein leichtes Lächeln, welches bei den nächsten Worten des Ex- Soldaten etwas breiter wurde.
Natürlich waren das schöne Neuigkeiten, die seine Ohren da zu hören bekamen und dass Ethan bereit für so etwas zu sein schien, bereitete dem jungen Mann eine wahrscheinlich größere Freude als seinem Geliebten selbst, auch wenn es irgendwie niedlich war, dass er so etwas anscheinend plante. Sex als Termin- das hatte Chris auch noch nie in der Form erlebt, bei ihm war alles stets spontan und entschieden wurde danach, wie wuschig man von dem anderen gemacht wurde, doch Ethan machte ihn jeden Tag wuschig und so wurde die kleine Vorfreude auf den kommenden Abend umso größer und umso stärker kribbelte es in den Fingerspitzen des Blondhaarigen.
Er fragte sich, ob sein Mitbewohner überhaupt wissen würde, was zu tun war, eigentlich war da nicht viel zu bedenken und Chris war immer da um irgendwie zu helfen.
Der Blonde genoss die Lippen auf seiner Haut, wenn er könnte, würde er es hier und jetzt mit ihm treiben, aber das müssten sie wohl oder übel auf einen anderen Ort verschieben.
„Ohoo, Ethan möchte seine Jungfräulichkeit verlieren.“, er musste leise giggeln, jedoch verstummte dieses ebenso plötzlich wie es aufgetaucht war und eine ernste Miene zierte das Gesicht des jungen Mannes.
„Lenk dich jetzt aber deswegen nicht ab! Ich werde jetzt wieder gehen, ehe man uns hier hört oder sieht.“, Chris zog sich leicht hinauf, küsste den Älteren sanft auf die Lippen, ehe er aus dem Versteck hinausschlich. „Vergiss die Brownies nicht.“, rief er ihm noch hinterher, schlenderte dann wieder den Weg entlang. Noch war es früh, Chris könnte einen Abstecher zu seinen Freunden machen, erneut.
Es war wirklich fast wie früher, nur dass Chris sich auf einige konventionelle Dinge einlassen musste, seinem Freund zuliebe, doch es fühlte sich richtig an und der Gedanke an die kommenden Stunden erfüllte ihn mit solch einer Freude, dass er am liebsten getanzt hätte, obwohl der Besuch alles andere als ein Erfolg war und obwohl es ihn immer noch wurmte, dass er mit Ethan nicht so zusammen sein konnte wie er es sonst kannte. Doch darüber würde er sich später kümmern, jetzt hatten andere Gedanken sein Gehirn befallen und sie wollten nicht mehr verschwinden. Hoffentlich würde Ethan es wirklich früher nach Hause schaffen, das wäre toll.

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Kauzi
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mo Jun 25, 2012 11:22 pm

Auch, wenn sich Chris´ Laune ob der angekündigten Liebesnacht ein bisschen gebessert hatte, wusste Ethan, dass er nicht zufrieden war mit der Situation. Er wusste, dass er Hippie ihre Beziehung gerne so offen geführt hätte, wie er sein ganzes Leben führte. Er wollte es allen Leuten zeigen, und irgendwie fühlte der Arzt sich dadurch auch geschmeichelt, aber das war nicht sein Lebensstil, und das würde auch nie seiner werden. Wenn er das tun würde, würde er seinen Job verlieren, und er würde vermutlich auch den Großteil seiner sozialen Kontakte verlieren. Vielleicht war ja in ein paar Jahrzehnte die Gesellschaft so weit, dass man sich als Homosexueller nicht mehr zu verstecken brauchte –sicher dank des Einsatzes von Leuten wie Chris-, aber die Zeit war einfach noch nicht gekommen. Und so gerne Ethan seinen Freund auch hatte, sie waren in dieser Beziehung einfach zu verschieden. Auch, wenn es viele Probleme mit sich brachte, er war gerne Arzt und arbeitete für sein Geld, anstatt sich von irgendwem durchfüttern zu lassen. Selbst, wenn sie nicht auf seinen Verdienst angewiesen wären, was hätte er denn den ganzen Tag zuhause machen sollen? Klar, er hatte Chris, aber wäre das auf die Dauer nicht eher schädlich für eine Beziehung, Stunde um Stunde, Tag und Tag nur aufeinander zu hocken?
Er hätte gerne einen Kompromiss gefunden, zerbrach sich schon seit Tagen den Kopf, wie er es anstellen konnte, dass Chris nicht so sehr das Gefühl hatte, dass Ethan sich irgendwie für ihre Beziehung schämte, er aber dennoch seinen sozialen Status behalten konnte. Aber ihm wollte einfach keine Lösung einfallen. Hoffentlich wurde es mit der Zeit einfacher, sie standen ja auch immerhin noch am Anfang ihrer Beziehung. Es würde hoffentlich so etwas wie Routine einziehen, was das betraf. Irgendetwas, mit dem sie sich beide wohl fühlten. Er sah Chris noch eine Weile hinterher, hoffend, dass er nicht allzu lange böse auf ihn sein würde. Er hatte ganz genau gemerkt, dass ihn sein Angebot nicht so sehr aufgemuntert hatte, wie er gehofft hatte, und dass das Problem mit der öffentlichen Zurschaustellung ihrer Beziehung noch bleiben würde. Er nahm die Dose mit den Brownies auf, richtete seine Kleidung ein wenig, und ging zurück ins Krankenhaus.
Chris´ Brownies waren auf große Beliebtheit gestoßen, sodass Ethan von Glück hatte reden können, dass er selbst überhaupt noch einen abbekommen hatte. Davon konnte er dem Hippie ja immerhin stolz berichten, vielleicht würde das seine Laune ja noch etwas heben. Er hatte es sogar tatsächlich geschafft, früher zu gehen, hatte einem Kollegen ein paar Patienten aufs Auge gedrückt und ein paar Gefallen eingefordert. So konnte er sogar noch einen kleinen Strauß Wildblumen für Chris besorgen. Der wartete schon wie gewohnt auf ihn, als er nach Hause kam. Er schloss den schlanken Leib eng in seine Arme und gab ihm einen langen Kuss.
„Siehst du, ich konnte doch eher hier sein!“
Mit leicht geröteten Wangen gab er ihm den Blumenstrauß, er hoffte, dass er dem Hippie gefallen würde.
„Es tut mir Leid wegen heute Mittag, es dauert wohl noch ein bisschen, bis ich das Ganze etwas lockerer sehen kann. Verzeihst du mir?“, fragte er, und legte seine Arme um seine Hüfte. Er verspürte ein warmes Kribbeln bei dem Gedanken daran, was sie heute noch vorhatten.
„Wollen wir erst essen, oder-?“
Er hatte nicht einmal großen Hunger, Nervosität und Vorfreude hatten sich in seinem Magen breit gemacht und verdrängten den Platz, den das Essen hätte einnehmen könnte.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Di Jun 26, 2012 3:17 pm

Chris hatte den ganzen Nachmittag über erhebliche Probleme seinen Freunden zuzuhören, der Gedanke an heute Abend nahm ihn so schrecklich ein, dass er am liebsten geplatzt wäre.
Natürlich erzählte er keinen davon, was heute daheim ablaufen würde, nicht aus Angst oder aus Schamgefühl, sondern weil er genau wusste, wie geschwätzig sie alle waren und würden sie Ethan das nächste Mal sehen, würden sie ihn wahrscheinlich auch noch nach der Nacht ausfragen und das wäre wohl alles andere als angenehm für den jungen Arzt.
Sie alle wussten bereits von der kleinen Beziehung zwischen den beiden, wunderten sich dennoch, dass er immer alleine zu ihnen erschien und wunderten sich generell, wie denn so ein Hippie, der Chris nun einmal war, denn wirklich mit so einem wie Ethan zusammen sein konnte. Sie waren so unterschiedlich und hatten häufig andere Denkweisen in gewissen Situationen, doch der blonde konnte sich gar nicht vorstellen, wie man nicht mit ihm zusammen sein konnte, wie man sich nicht in sein Lächeln verlieben konnte.
Und Gegensätze zogen sich doch bekanntlich an.
Aber das alles musste der junge Mann gar nicht den anderen erklären, weil sie es schlichtweg hingenommen hatten und auch die letzten waren, die ihm Beziehungstipps geben würden oder ihm vorschreiben würden, wie er zu leben hatte. Und da war er ihnen mehr als nur dankbar dafür, dass es sie gab und dass sie solch eine Einstellung hatten.
Doch auch wenn der Blondhaarige diese Truppe so sehr liebte und die Zeit gerne mit ihnen verbrachte, konnte der schmale Körper einfach nicht in Ruhe bei ihnen sitzen bleiben und vor allem nicht lange. Wenn Ethan früher käme, könnte er jederzeit kommen und Chris sollte bis dahin daheim sein, weswegen der Hippie viel früher als gewohnt die Gruppierung am Strande verließ und teilweise zu Fuß, teilweise mit der Tram, endlich die Ecke erreichte, wo beide Gestalten eine Wohnung bezogen. Auf den Straßen und auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln war viel los, viele Arbeiter traten den Weg nach Hause an oder wollen vom Einkaufen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Wärme der Menschen war überall zu spüren, wie sich teilweise die Körper eng aneinanderpressen mussten oder hier und da jemand jemanden an der Schulter anrempelte und sich nicht einmal entschuldigte.
Chris wurde prinzipiell gekonnt ignoriert aber das war in Ordnung, der Barfußlaufende hatte sich daran gewöhnt, dass man ihm keine Achtung schenkte, es tat ihm einfach nur leid, dass Menschen so vorschnell urteilten.
Doch selbst das konnte seine Laune und die Vorfreude nicht vermiesen.
Den ganzen Weg bis hin zur Wohnung strahlte er die Gestalten mit seinem Lächeln an, selbst als die Wohnungstür hinter sich geschlossen wurde, war Chris immer noch bester Laune und konnte schlichtweg nicht aufhören zu lächeln.
Die restliche Zeit verging wie im Fluge, geistesabwesend starrte der Blonde auf die Mattscheibe, es kam irgendeine Serie und dann ein Film und ab und an Werbung (er musste sich so einen Massagestab holen!), bis auch endlich sein Geliebter auftauchte, die Haustüre in die Angel fiel und eine bekannte Stimme in den Ohren des jungen Mannes erklang. Ein breites Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht, der schmale Körper erhob sich rasch von der Couch, auf Ethan zutänzelnd. Er hatte es wirklich geschafft, irgendwie konnte er früher als gewohnt nach Hause kommen und das nur für ihn!
Bei dem Anblick der Blumen fiel Chris ihn um den Hals. „Du brauchst dich doch nicht zu entschuldigen, Eth.“, murmelte er leise, nahm dennoch dankend die Blumen an. Er liebte sie, sie machten jede graue Wohnung viel bunter und schön. „Ach, sie sind so schön, es ist beinahe schon traurig, dass sie irgendwann sterben…“, gedankenverloren musterten die grünen Augen des Jüngeren jede einzelne Blüte, sie alle strahlten so wunderbare Farben aus und waren so faszinierend, dass Chris für einen Moment sich in ihnen verloren zu haben schien, doch die darauf folgenden Worte seines Mitbewohners rissen ihn aus seinen Gedanken heraus und er blickte zu ihm rauf. „Bevor wir irgendwas machen, gebe ich diesen hier Wasser.“, rasch eilte der Hippie zur Küche, kramte eine Vase aus einem der Regale auf, diese mit kaltem Wasser füllend. Er stellte die Vase mit den Blumen auf den Küchentisch, da, wo sie, neben dem Schlafzimmer, sowieso die meiste Zeit verbrachten. Chris warf noch einen kurzen Blick auf sie, tänzelte jedoch schnell wieder zurück zu seinem Geliebten, legte erneut die Arme um den Hals des Größeren, zufrieden lächelnd.
„Ich weiß ja nicht wie groß dein Hunger ist, ich für meinen Teil würde gerne zum Nachtisch überspringen..“, ein verschwörerisches Lächeln zog sich über das Gesicht des Blonden, er schenkte Ethan einen langen, innigen Kuss, presste sich etwas stärker gegen seinen Körper. „Wenn du verstehst…“, Chris ließ von dem Arzt langsam ab, umschlang mit den gliedrigen Fingern das Handgelenk des Älteren, ihn mit sanfter Gewalt mich sich ins Schlafzimmer ziehend, sich auf das Bett schmeißend, Ethan gleich mit.
„Ich habe zu lange auf dich gewartet um jetzt an’s Essen zu denken..“, er zog ihn näher zu sich, leckte sanft über seine Lippen, welche er kurz darauf zu einem stürmischen Kuss zog. Er war bereit für das hier, wahrscheinlich war es schon immer gewesen, nur jetzt spielten seine Hormone noch verrückter als sonst- Ethan brachte ihn um den Verstand, sodass Chris nicht einmal mehr klar denken konnte und es auch nicht wollte, bei solchen Momenten war der Verstand überflüssig, so überflüssig wie Kleidung.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Di Jun 26, 2012 5:03 pm

Ethan war froh zu sehen, dass Chris´ Laune anscheinend wieder blendend war, und er das Treffen heute Mittag weitestgehend aus seinen Gedanken verbannt hatte. Er schien sich über die Blumen zu freuen, warum auch nicht, schade war es nur wirklich, dass sie in ein paar Tagen verwelkt sein würden. Aber solange würden sie noch prächtig blühen, und dem Hippie hoffentlich immer wieder ein Lächeln bescheren. Unachtsam warf Ethan seine Tasche auf den Boden, schob sie mit dem Fuß beiseite, damit er nicht darüber stolperte, als man ihn mit ins Schlafzimmer zog.
„Da bin ich aber froh, ich glaube, ich hätte eh nichts runterbekommen“, lächelte er. Natürlich war das nicht sein erstes Mal, aber es war sein erstes Mal mit Chris. Sie hatten sich so lang Zeit genommen, dass das ganze jetzt eine noch viel größere Bedeutung zu haben schien. Er zog den schmalen Leib sofort eng an sich, fuhr mit seinen Händen unter sein T-Shirt und strich über seinen Rücken, über die vielen einzelnen Wirbel, und über seine Hüftknochen. Er fand es unglaublich anregend, dass Chris so feingliedrig war, und zog ihm das T-Shirt kurzerhand aus. Mittlerweile waren die Spuren des Überfalls verblasst, und es gab keinen Fleck an seinem Körper, für den er sich irgendwie noch schämen müsste. Ethan ließ seine Lippen von seinen Lippen hinunterwandern, über seine Brust und über seinen Bauch, machte sich nebenbei an seiner Hose zu schaffen. Er wollte wenn schon alles richtig machen und Chris ein vernünftiges Vorspiel bieten. Immerhin sollte bei ihrem ersten Mal alles perfekt sein. Das einzige, was Ethan wirklich plagte, war die Angst, er könnte Chris entweder verletzen oder ihn enttäuschen. Denn egal, was Chris sonst auch sagte, Sex spielte so eine große Rolle in jeder Beziehung, dass es wohlmöglich alles ruinieren konnte, wenn er mies war.
Er zog Chris Shorts und Jeans herunter, warf sie achtlos beiseite, Chris leicht angrinsend.
„Schade eigentlich, du siehst in den Klamotten immer so heiß aus“, säuselte er. Je mehr Zeit verging, desto weniger wurde auch Ethans Nervosität, dafür war er einfach viel zu sehr im Augenblick gefangen. Seine Hände lagen auf Chris´ Oberschenkeln und massierten sie, leicht, während sein Kopf zwischen seinen Beinen verschwand. Heute würde sie ganz sicher niemand so leicht unterbrechen, sie konnten sich vor der Tür ruhig die Beine in den Bauch stehen, dieser Abend gehörte ganz alleine ihnen.
Er fuhr mit seiner Zunge langsam sein Glied entlang, legte dann seine Lippen darum und begann langsam daran zu saugen. Ein wenig benutzte er dabei die Zähne, aber nicht so heftig, dass er Chris dabei wehtun würde. Er hielt allerdings inne, als der Hippie schließlich einen Steifen hatte, zum Orgasmus wollte er heute schließlich ihm zusammen kommen. Er erhob sich etwas, in die grasgrünen Augen des Hippies schauend, und fuhr sich leicht mit der Zunge über die Lippen. Hastig entledigte er sich mit der Hilfe des Jüngeren ebenfalls seiner Klamotten, die vermutlich irgendwo unter dem Bett landeten, dann drehte er sich plötzlich mit Chris, sodass dieser über ihm saß. Seine Hände hatten sich wieder an seine Hüften gelegt, er war froh, dass er dort mittlerweile wieder kräftig zupacken konnte, ohne ihm dabei aufgrund blauer Flecken weh zu tun. Er selbst hatte sich gar nicht mehr groß anstrengen müssen, er hatte schon einen Steifen davon, dass er Chris gerade einen geblasen hatte und generell davon, dass sein nackter Körper so nah an seinem war. Verträumt blickte er zu ihm hinauf, ihm langsam durch die Haare fahrend. Auch, wenn er es kaum erwarten konnte, endlich in ihn einzudringen, hielt er einen Moment inne und beugte sich ein Stück zu Chris hinauf, seine Stirn an die seine anlehnend.
„Du bist dir ganz sicher, ja? Ich will dir nicht wehtun“, wisperte er, und legte seine Hände wieder an Chris´ Hüfte. Wobei er es sicher gemerkt hätte, wäre der Hippie nun doch abgeschreckt gewesen, und so drückte er seinen Körper nur noch etwas fordernder an den seines Freundes.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Di Jun 26, 2012 10:27 pm

Chris errötete leicht, als sein Geliebter ihm die Kleider vom Leibe riss, obwohl es nicht das erste Mal war, dass er ihn so sah, ganz nackt, ohne Kleidung, die ihn versteckte.
Ein sanftes Lächeln zog sich auf dem Lippen des jungen Mannes. „Ich finde mich so viel heißer..“, schnurrte er, verwandelte sein Lächeln in ein breites Grinsen.
Der Hippie keuchte bei den sanften Berührungen und als Ethan zwischen seinen Beinen sich mit seinen Lenden beschäftigte, konnte er ein leises Stöhnen nicht zurückhalten. Chris biss sich auf die Finger, kniff für einen kurzen Moment die Augen zusammen, während die andere Hand sich fest am Laken krallte. Das Blut kochte in ihm, schoss ihm in den Kopf und, nun ja, auch übermäßig nach unten. Er konnte spüren, wie sich sein Glied langsam verhärtete und dank des jungen Arztes eine Erektion unausweichlich die Folge des ganzen Vorspiels war.
Und dann ging auf einmal alles unglaublich schnell, der Blonde riss die Kleider seines Mitbewohners beinahe vom Leib, dominiert von der Ekstase, von der Hitzewallung und der unglaublichen Ungeduld, die immer stärker wurde.
Ein wenig verdutzt starrten die grünen Augen seinen Freund an, als er plötzlich auf ihm saß, die Hände auf der Brust des Älteren abstützend. Er konnte seine Erregung spüren und sie ihm auch ansehen. Ihm ging es ja nicht anders.
Auf seine Frage hin nickte der Kleinere nur stumm, schenkte Ethan ein leichtes Lächeln. Natürlich war er das, wer war bitte nicht für solch einen Moment bereit gewesen, nach all den Tagen und Wochen und eigentlich wartete Chris sogar seit Jahren auf diesen kleinen Moment. Jetzt gab es kein Zurück mehr, Ethan hatte ihn so heiß gemacht, dass selbst wenn er es nicht wollen würde, sein Körper nichts anderes verlangt hätte wollen! Doch hier lechzte sich alles danach mit ihm zu schlafen, diesen wunderbaren Moment miteinander zu teilen, ihre Liebe auf eine viel höhere Instanz zu schicken als sie es ohnehin schon war. Denn egal wie unterschiedlich sie auch sein mochten, hier waren sie gleich- sie waren nackt und sie waren verliebt und sie hatten die gleichen Attribute, hier war es egal, wie man dachte und ob man sich je gestritten hatte oder sich vielleicht nie auf Etwas einigen würde.
Der Junge beugte sich zu dem Ex- Soldaten herunter, küsste ihn sanft auf die Lippen, blieb dabei mit den Zähnen kurz an der Unterlippe haften, zog leicht an dieser, ehe sein Körper sich leicht hin zum Nachtschränkchens streckte, mit der Hand in die Schublade greifend. Mit den filigranen Fingern fischte er eines der Kondome, die dort verteilt herumlagen, heraus.
Chris wedelte mit dem verpackten Teil vor Ethans Nase, drehte ihm anschließend den Rücken zu, öffnete vorsichtig die Verpackung und stülpte das Kondom über das erregte Glied seines Geliebten. Ohne war nicht, er wollte nicht waghalsig sein, auch wenn er Ethan vertraute und auch glaubte, dass er wahrscheinlich keine Krankheit hatte, mit der er den Hippie anstecken konnte, wusste man es nie und außerdem vertraute Chris sich da sogar am wenigsten. Es gab viele Momente, wo der Leichtsinn in ihm die Oberhand gewonnen hatte, oder kurz gesagt die Drogen, und in diesen Zuständen hätte er weiß Gott was tun können, da war es nur gut, dass die kleinen Pariser erfunden worden sind!
Als auch diese Formalität endlich hinter sich gebracht wurde, drehte sich der schmale Blonde erneut zu Ethan, strich ihm mit den Händen sanft über den Oberkörper, küsste seine Brust, hinunter bis zu den Bauchmuskeln. „Ich bin bereit..“, hauchte er ihm sanft entgehen, ließ seine linke Hand zum Glied seines Freundes wandern, dieses leicht umfassend. Er half seinem Mitbewohner dabei, in ihn einzudringen, verzog sein Gesicht, als er endlich ganz in ihm drin war. Natürlich schmerzte es zu Anfang, das war immer so gewesen und nachdem er so unschön ausgenutzt worden war, fühlte es sich zum ersten Mal etwas anders an als sonst, doch mit langsamen Auf- und Abbewegungen gewöhnte sich Chris an den Schmerz, es war ein guter Schmerz, er stimulierte ihn und war ein kleiner Teil des Ganzen, was ihn in Ekstase wallen ließ.
Ein lautes Stöhnen entwich seiner Kehle, es fühlte sich gut an und er hoffte, dass der Jüngere nicht der Einzige war, der es so fühlte. Das Ziehen, welches anfangs bei jeder Bewegung unangenehm und schmerzhaft war, war verschwunden oder zumindest spürte Chris es nicht mehr; nun existierte lediglich die Lust, die von seinen Lenden hinauf zu seinem Herz und in sein Kopf wanderte.
Der Hippie Bewegte seine Hüften etwas schneller, beugte sich über den Arzt, seine Lippen zu einem stürmischen Kuss ziehend, welchen er so lange hielt, bis er erneut aufkeuchen musste. Schweißperlen zogen ihre Bahnen, auf seinem Gesicht, auf dem gesamten Körper, selbst das lange blonde Haar war strähnenweise nass, die Hitze brachte seinen Körper zum beben, eine solche innere Erschütterung hatte er schon lange nicht mehr erlebt.
Chris biss sich fest auf die Unterlippe, krallte sich fest an dem Oberkörper des Geliebten und hinterließ einige Striemen, doch er konnte sich nicht mehr halten, er war nicht Herr seiner Sinne, zu schön und erregend war dieser Moment, sodass tausende bunte Farben in seinem inneren Auge erschienen und den Körper, welcher sich nun noch schneller auf und ab bewegte, nicht mehr kontrollieren konnte.
Das Warten hatte sich gelohnt, Chris hätte nie gedacht, dass der Sex so gut werden würde, und das bei ihrem ersten Mal und bei Ethans ersten Mal mit einem Mann. Hätte er das gewusst, hätte er ihn am ersten Tag in seinem Zimmer am Bettrahmen gefesselt und nicht mehr weggegeben. Wahrscheinlich würde er es tatsächlich noch tun. Ihn fesseln und für immer dabehalten!

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mi Jun 27, 2012 4:35 pm

I AM DISAPPOINTED!

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mi Jun 27, 2012 5:46 pm

Ethan wusste gar nicht wohin mit all der Hitze, die ihn überkam, als er in Chris eindrang. Es fühlte sich einfach wunderschön an und überhaupt nicht falsch oder sonstwie verkehrt, wie die Gesellschaft einem immer einreden wollte. Es war einfach ein atemberaubendes Gefühl, seinem Freund so nah zu sein. Auch, wenn er ihn kurz besorgt anblickte, als dieser sein Gesicht verzog, er schien Schmerzen zu haben, und Ethan wollte erst etwas besorgt innehalten, aber da der Hippie eh den aktiven Part übernahm, schien es für ihn in Ordnung zu sein, sonst hätte er wohl aufgehört. Und im nächsten Moment hatte der junge Arzt sowieso keine wirkliche Motivation mehr, um darüber nachzudenken. Zu gut fühlte es sich einfach an, mit Chris Sex zu haben, und seine Finger krallten sich fest an seiner Hüfte fest, während er den Kopf leicht zurücklehnte. Sein Gesicht war knallrot, aber nicht aus Scham, sondern weil ihn das alles hier einfach viel zu sehr erregte. Hatte er sich im ersten Moment noch gesorgt, er könnte Chris mit seinem festen Griff verletzen, war es ihm im nächsten schon irgendwie egal, weil sein Denken ausgeschaltet hatte, und er sich ganz von der Lust übermannen ließ, die seinen ganzen Körper durchlief. Er konnte ein lautes Stöhnen nicht zurückhalten, aber das musste er auch gar nicht, denn Chris reagierte genauso. Seine Hände wanderten zuckend über den schweißnassen Rücken des Hippies und hinterließen immer wieder Striemen, wenn er sich festkrallte, weil eine noch stärkere Welle der Erregung durch seinen Körper ging. Chris kratzte ihn ebenfalls, aber der Schmerz war nicht der Rede wert, er ging unter in all den Gefühlen, die ihn durchliefen. Bis jetzt hatte immer nur einer den anderen befriedigt, aber diesen Moment gleichzeitig zu erleben, ihn zu teilen mit Chris, das war etwas ganz anderes.
Als er merkte, dass er kurz vorm Orgasmus stand, verstärkte sich der Griff um Chris Hüften noch einmal, und ohne Vorwarnung drehte Ethan sich mit ihm, sodass er selbst nun über seinem Partner lag, und es fehlten nur noch ein paar heftige Stöße, bis er zitternd zum Höhepunkt kam. Er stieß ein letztes Ächzen aus, bevor die ganze sexuelle Spannung von ihm abzufallen schien. Er konnte sehen, dass es Chris genauso ging, und er war froh, dass er lange genug durchgehalten hatte, um dem Hippie auch noch seinen Orgasmus zu garantieren, und ihr erstes Mal für ihn nicht enttäuschend gewesen war. Er ließ sich zur Seite fallen, wieder zurück in die Ausgangsposition, sodass Chris auf seiner Brust liegend zu Atem kommen konnte. Er selbst spürte, wie sein Herz raste, als wäre er gerade mehrere Kilometer gerannt. Selbst Chris´ Blut spürte er rennen, so heftig pochte sein Herz. Ethan brauchte einige Augenblicke, bis er wieder zu Atem gekommen war, fähig sich wieder zu artikulieren und die Erregung, die seine Stimme überschlug, unter Kontrolle zu bringen. Er strich mit seinen Händen über die mittlerweile völlig verschwitzten Haare des Hippies, zog sein Gesicht zu einem innigen Kuss, grinste ihn schließlich überglücklich an.
„Wenn ich gewusst hätte, dass du so gut in der Kiste bist, hätte ich dich direkt am ersten Tag in mein Bett gezerrt und es dir den ganzen Tag besorgt“, keuchte er, immer noch außer Atem. Langsam verflüchtigte sich die Hitze in seinem Körper wieder, und ein wunderbar angenehmes Gefühl von Erschöpfung kam über ihn, sodass er sogar für ein paar Sekunden die Augen schloss. Seine Hände wollte gar nicht von Chris lassen, strichen immer wieder über seinen Rücken und ertasteten die Kratzer, die er hinterlassen hatte. Einige waren fast schon so tief, dass es Ethan ehrlich Leid tat.
„Ich hoffe, ich hab dir nicht zu sehr wehgetan?“, fragte er mit etwas sorgenvoller Miene, während er die Striemen streichelte. Er hatte den Sex noch nie so intensiv empfunden wie mit dem Hippie, vermutlich, weil er für keine Frau vorher je so viel empfunden hatte wie für ihn. Er schmeckte das Salz auf seiner Haut, als er leicht seinen Hals und seinen Kiefer küsste. Wenn es nach ihm ging, konnten sie in ein paar Minuten schon die nächste Runde einläuten, Ethan hatte noch längst nicht genug von dem schmalen Hippie, aber er wollte Chris erst einmal Luft lassen, vielleicht reichte es ihm auch für heute, immerhin wusste Ethan nicht, wie sehr ihn die mehrfache Vergewaltigung in dieser Beziehung vorbelastet hatte. Aber er hatte ihm hoffentlich wieder schönen Sex beschert.
„Ich glaub, es besteht Gefahr, dass ich arbeitslos werde, weil ich nicht mehr aus dem Bett rauskomme“, säuselte er, während er an Chris´ Ohr knabberte.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mi Jun 27, 2012 8:27 pm

Chris spürte, wie die Nägel seines Geliebten sich in seine Haut rammten, ihre Bahnen zogen und brennende Spuren hinterließen und je fester sie wurden, desto stärker krallte sich der Blonde an ihm fest. Es machte ihn beinahe verrückt, so nahe dem Höhepunkt zu sein, so wenig Kontrolle über den eigenen Körper zu haben. Jede Faser lechzte nach mehr und im Endeffekt bekam der Hippie auch mehr, als er wieder von Ethan herumgewirbelt wurde, sein Körper fest auf die Matratze gepresst wurde.
Keuchend schaute der Junge in die Augen des Älteren, umklammerte seinen Körper mit seinen schlanken Beinen, die Arme um den Hals legend. Er presste sich bei jeden härteren Stößen noch enger an den Körper des anderen, biss ihm dabei lustvoll in die Schulter. Sein Körper verkrampfte sich bei den Bewegungen Ethans immer stärker, lautes Stöhnen und Keuchen erfüllte das kleine Schlafzimmer, Chris hatte schon lange nicht mehr solche Laute von sich gegeben.
Sein Herz pochte so stark, dass es wehtat, doch der Schmerz war gut und dann, dann spürte er wie er zum Ende kam. Sein Becken half dem Arzt etwas nach, der Hippie glaubte ihn zu erdrücken, so stark wie er ihn mit seinen Gliedern umklammerte und mit zusammengekniffenen Augen endlich seinen Höhepunkt endlich erreichte.
Für einen Augenblick verharrte der Körper in seiner Position, ließ vom Dunkelhaarigen jedoch, als auch dieser endlich zum Erguss kam, erschöpft ab, keuchend.
Wer hätte jemals gedacht, dass es so gut werden könnte? Dass es je wieder gut werden könne?!
Der Kopf drehte sich langsam zu seinem Geliebten um, er lächelte ihn erschöpft an, schmieg sich an die muskulöse Brust, leise dem pochenden Herz lauschend. Sie waren so unglaublich verschwitzt, dass es schon ungesund wirkte, doch es hinderte den Blonden nicht daran, immer noch die Nähe zu seinem Freund zu suchen! Chris erwiderte Ethans Kuss kurz, auf seine nächste Bemerkung hin laut loslachend.
Männer und ihr Sinn für Unromantik! Anstatt zu sagen wie wunderschön er aussah, als er so auf ihm lag und wie sehr er ihn liebte, reduzierte es nur auf ihre Triebe. Aber ein bisschen Kerlsein durfte Ethan ja noch sein, man konnte wohl nicht alles an einem einst heterosexuellen Menschen, nun ja, homogenisieren.
„Für eine Jungfrau bist du aber auch sehr talentiert.“, erwiderte der Blondhaarige, streckte neckisch seine Zunge auf, verfiel erneut in Gelächter.
Wenn unromantisch, dann richtig.
Doch sein Lachen verebbte rasch, Chris richtete sich leicht auf, Ethan mit einem leichten Lächeln anblickend. „Du hast mir nicht wehgetan. Du hast mir gut getan, in so viele Hinsichten.“, hauchte er ihm entgegen, schob sich die im Gesicht hängenden Strähnen hinter das Ohr, sich anschließend zu Ethan herüber beugend, ihm einen sanften Kuss auf die Lippen drückend.
Jeder Kratzer und jeder blaue Fleck, sollte er einen bekommen, waren nur Anzeichen dafür, wie gut ihr Akt doch war und wie viel Lust er in ihnen hervorgerufen hatte, vom Anfang bis zum Ende.
Die Augen wanderten kurz auf die Brust des Älteren. „Ich war ja auch nicht viel besser“, fügte der Blonde entschuldigend lächelnd hinzu, strich mit seinen Fingern sanft über jede Stelle, die seine langen Nägel hinterlassen hatten.
Wenigstens blutete er nicht, denn es gab genug Momente in Chris‘ Leben, wo er so stark die Besinnung verloren hatte, dass sein Sexpartner hinterher einige rot triefenden Stellen auf dem Körper hatte.
Das gehörte nun einmal dazu, sie waren Männer, man musste nicht sonderlich vorsichtig sein, man musste nicht die Angst haben, dass sie bei härteren Bewegungen oder Berührungen gleich zerbrechen würden, selbst mit dem schlaksigen, dürren Chris konnte man so umgehen, obwohl es Grenzen gab, sonst wäre das raue, rücksichtlose Anpacken der Verbrecher wohl nicht so schmerzhaft und schlimm gewesen. Völlig in seinen Gedanken, hörte der Hippie nur halb den Worten seines Geliebten zu, brauchte eine Weile, bis er realisierte, was gerade gesagt wurde. Als würde er so verantwortungslos sein und ihn die ganze Zeit im Bett bei ihm liegen lassen!
„Ich werde dich schon von der Bettkante schubsen, wenn es sein muss.“, grinste Chris Ethan an, ließ plötzlich von ihm ab, aus dem Bett krabbelnd.
„Und wenn du mich jetzt entschuldigst, ich widme mich jetzt meinen Lucky’s und einem Bad!“, die Finger zogen eine Schachtel Zigaretten zu sich, mit der er in der Luft wedelte und schon kehrte er seinem Mitbewohner den Rücken zu, verschwand aus dem Zimmer, hinein in das Bad.
Chris ließ das heiße Wasser in die Wanne laufen, betrachtete seinen verwuschelten und immer noch geröteten Kopf im Spiegelbild, drehte sich dann kurz um, blickte über die Schulter um zu sehen wie sein Rücken denn so aussah. „Perfekt!“, summte die Stimme des Grünäugigen als er die lagen, roten Striemen erblickte, die ihre Bahnen zogen. Indiz für guten Sex, solche Wunden trug der junge Mann mit Stolz und Liebe.

Sein ohnehin schon geröteter Körper wurde noch einmal ein bisschen vom heißen Wasser aufgekocht, als der Körper sich langsam in die Wanne begab, neben ihm ein improvisierter Aschenbecher und die Zigaretten. Er hatte sie vernachlässigt, Chris vernachlässigte sonst nie seine Glimmstängel, die er seit dem sechzehnten Lebensjahr in allen Situationen des Lebens konsumierte und liebte. Der Blonde presste die Kippe zwischen seine blassen Lippen, zündete diese mit einem Streichholz anschließend an.
Einige Züge und er fühlte sich wie im Himmel, der Abend konnte nicht besser ausklingen, als mit einer heißen Wanne und einer wunderbaren Zigarette im Mundwinkel. Er machte Rauchringe, zum Spaß und beobachtete wie diese sich langsam auflösten und der Rauch nach oben glitt, es war faszinierend.
Chris fühlte sich glücklich, zufrieden mit der Welt und sich selbst und der Tatsache, dass in seiner Beziehung alles richtig und toll war, dass nichts, reingarnichts ihn auch nur eine Sekunde daran zweifeln ließ, dass die Entscheidung, die die beiden gefällt hatten, wohlmöglich die Falsche war. Er war immer noch genau so verliebt ihn ihm wie zu Anfang und nichts von all diesen Gefühlen verblasste und jetzt, wo er nur noch wenige Stunden daheim war, sehnte sich sein Innerstes immer stärker nach ihm. Denn kein Mensch machte sein Leben so vollkommen, so wunderbar und lebenswert.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mi Jun 27, 2012 9:38 pm

Wenn die Striemen auch langsam ein wenig zu ziepen anfingen, so war Ethan doch irgendwie zufrieden damit. Sie bewiesen ihm, dass ihr Sex nicht irgendwie langweilig und banal war. Den Gebissabdruck würde er hoffentlich unter dem Kragen seines T-Shirts verstecken können, das wäre doch ein etwas schwer zu erklärender Abdruck. Wenn er Chris so betrachtete, dann hoffte er irgendwie sogar ein wenig, dass sich wieder blaue Flecken an seiner Hüfte bilden würden, er hatte das nämlich beim letzten Mal irgendwie unglaublich scharf gefunden. Und dieses Mal würden sie auch keinen schalen Beigeschmack hinterlassen, weil sei kein Zeugnis einer Vergewaltigung, sondern ihrer Liebe waren. Zur Not musste er nächstes Mal einfach etwas fester zupacken.
„Glaubst du wirklich, du könntest mich so leicht loswerden?“, lachte er grinsend. Er wollte sich gerade weiteren Zärtlichkeiten hingeben, als Chris plötzlich aufsprang, und mit einigen wenigen Worten schon im Bad verschwunden war. Ethan schaute ihm hinterher, konnte nicht verhindern, dass er ein wenig verdutzt, aber auch beleidigt war. Er konnte doch nach ihrem ersten Mal nicht einfach abhauen, um sich eine zu qualmen! Ganz davon abgesehen, dass Ethan eh kein großer Fan des Rauchens war, fühlte es sich irgendwie merkwürdig an, dass der Hippie so schnell abgehauen war. Sonst war er immerhin auch nicht so…..unromantisch. Ethan blieb noch eine Weile unentschlossen liegen und knirschte leicht mit den Zähnen, dann entschloss er sich doch dazu, dem Jüngeren ins Bad zu folgen.
Mit verschränkten Armen blieb er im Türrahmen stehen, die warme Luft, die ihm entgegenschlug stank nach Qualm, aber das ignorierte er gekonnt. Er setzte ein etwas beleidigtes Gesicht auf, aber als er zu sprechen begann, klang seine Stimme nicht ganz so fest und überzeugend, wie er beabsichtigt hatte.
„Hau nicht einfach jetzt zum Rauchen ab, da fühl ich mich ja wie irgend so eine billige Nutte“, murmelte er ein wenig niedergeschlagen. Er wollte, dass alles perfekt war, damit sie sich an diesen Abend immer ohne irgendeinen bitteren Nachgeschmack erinnern konnten. Er warf einen kurzen Blick in den Spiegel, er sah in der Tat so vermackt aus, als hätte ihn eine wütende Katze angefallen. Aber es gefiel ihm irgendwie. Er schielte hinüber zum Badewasser, der Gedanke daran, sich in dem warmen Wasser von den Schweißperlen zu befreien, die auf seinem Körper klebten. Und außerdem war sein Bedürfnis nach Nähe zu Chris noch längst nicht gestillt, und so trat er an den Rand der Wanne und beugte sich leicht zu Chris hinunter.
„Rück mal ein Stück“, brummte er. Nach etwas Hin und Her, da der Platz in der Wanne doch etwas begrenzt war, saß der Arzt schließlich hinter Chris, seine Beine links und rechts lang ausgestreckt und seine Arme um Chris´ Unterleib gelegt. Seine Lippen küssten sacht die roten Striemen auf seinem Rücken, dann legte er schließlich sein Kinn auf seiner Schulter ab. Er gab es fast schon etwas ungern zu, aber er war doch irgendwie ziemlich müde geworden von dem heftigen Sex. Nunja, er hatte ja auch im Gegensatz zu Chris einen langen Arbeitstag hinter sich gehabt. Er hoffte zu mindestens, dass es daran lag. Er schloss für einen Moment die Augen, versuchte, den Geruch nach Zigaretten zu ignorieren und einfach nur die Nähe seines Freundes zu genießen.
„Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass wir das alles jetzt jeden Tag haben können“, murmelte er leise, und schmiegte seinen Kopf etwas näher an den des Hippies. Ein angenehmes Prickeln fuhr bei dem Gedanken durch seinen ganzen Körper, und er drückte sich noch etwas enger an Chris. Irgendwie hatte der Hippie noch eine gewisse Überlegenheit, wenn es um Sex ging, das war wohlmöglich gar nicht bewusst, aber irgendwie war es trotzdem da. Es war ein merkwürdiges Gefühl für Ethan, weil er es aus keiner seiner anderen Beziehungen kannte, aber es war irgendwie angenehm, mal einmal nicht so tonangebend sein zu müssen und ein wenig Verantwortung abzugeben. Am liebsten hätte er sich den morgigen Tag frei genommen, um ihn ganz mit seinem Freund zu verbringen, aber das ging nun mal nicht.
„Gut, dass morgen schon Freitag ist“, schnurrte er ruhig. Das Wochenende hatten sie dann hoffentlich ganz für sich.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Mi Jun 27, 2012 11:44 pm

Irgendwo hatte Chris schon auf ihn gewartet oder zumindest hoffte er, dass Ethan auch ohne Aufforderungen ihm in die Wanne folgen würde, denn mittlerweile war es doch verständlich, dass jeder kleine Ort für den jungen Mann schöner wurde, wenn sein Freund an seiner Seite war.
Verträumt schauten die grünen Augen hinauf zu der splitterfasernackten Gestalt hinauf. Wenn er Künstler wäre, würde er diesen Körper auf Leinwand malen und in allen Galerien dieser Welt vorstellen, sie würden sich alle um dieses perfekte Meisterwerk reissen, wie würden es besitzen wollen, doch der Hippie würde es um keine Millionen dieser Welt verkaufen, er würde ihnen nur zeigen, dass dieser Mensch sein war, mit jeder Faser und jedem Härchen. Es wäre so schön.
Doch er war kein Künstler und die Welt musste noch ein wenig warten, bis er ihnen endlich zeigen konnte, wer sein Leben so sehr bereicherte.
Der Blonde zog noch einmal an seiner Zigarette, lachte leise bei der Bemerkung des Älteren. Er hatte sich wohl zu schnell aus dem Staub gemacht und ihn nicht einmal mit sich genommen, doch Chris wusste, dass er es nicht gern mochte, wenn die Wohnung zugequalmt wurde und aus Rücksicht und ein bisschen auch aus Unüberlegtheit hatte der Junge ihn nicht gebeten, ihn zu begleiten.
„Du bist doch keine billige Nutte, du bist die beste Edelnutte, die ich je haben konnte.“, ein breites Grinsen bildete sich auf dem schmalen Gesicht des Hippies. Nein, es war nicht immer seine Art so zu sprechen, doch man konnte nicht den ganzen Tag wie ein Teenager die Romantik in jeder kleinen Ecke suchen und was wäre es nur für ein ödes Dasein, wenn Chris tagein tagaus nur herumsülzen würde.
Der Blonde wollte ihn schon dazu auffordern zu ihm zu kommen, sich in das warme Wasser zu gesellen und gemeinsam sauber zu werden, doch das musste er nicht mehr tun, da bereits der Größere langsam zu ihm hineinstieg. Der Hippie rutschte leicht nach vorne, erhob sich leicht, damit sein Geliebter anständig Platz finden konnte, sich anschließend gegen seinen Körper anlehnend. Sein Blick wanderte kurz hinauf, ein zufriedenes Lächeln bildete sich auf den Lippen des jungen Mannes. Ethan war immer noch so wunderbar warm und die leichte Enge der Badewanne war in diesem Falle beinahe schon perfekt gewesen, Chris liebte die Nähe zu seinem Mitbewohner und sie konnten ruhig noch enger ihre Körper an sich gepresst haben, das wäre nur noch zufriedenstellender.
Der Grünäugige nahm noch einen letzten Zug an seiner Zigarette, drückte diese anschließend sorgfältig im Aschenbecher aus, er hätte sich wahrscheinlich bald noch eine genehmigt, doch aus Rücksicht ließ er es vorläufig bleiben, auch diese brachte er frühzeitig zum Löschen, damit es Ethan nicht unangenehm war, neben ihm zu sitzen.
„Mein Herz, uns liegt alles zu Füßen.“, erwiderte er leise, zog seine rechte Hand an sich, diese sanft küssend. Der Gedanke daran, dass sie wirklich alles tun konnten, alles, was sie begehrten, fühlte sich gut an, es war erfüllend und aufregend zugleich. Chris konnte es kaum glauben, dass das Schicksal so einen Glückstreffer bei ihnen gelandet hatte. Wenn der Hippie so darüber nachdachte, dann war es sogar egal, wie weit die Gesellschaft bis jetzt gekommen war in Sachen Akzeptanz, denn sie würden niemals in ihre Herzen eingreifen können, denn Liebe konnte man nicht mit Hass und Ignoranz zerstören, doch natürlich wollte Chris nichts anderes, als das ihre Beziehung genau so viel bedeutete wie jede andere auch. Und eigentlich war sie auch genau so bedeutsam und toll.
Gedankenverloren spielte der junge Mann mit den Fingern seines Geliebten, lächelte bei jedem noch so kleinen Gedanken, die sich nur um Ethan drehten, zufrieden in sich hinein.
„Wir könnten über’s Wochenende rausfahren, nur du und ich und…ein See oder das Meer oder- lass uns aus San Francisco rausfahren! Ich könnte den Bus eines Kumpels ausleihen, einen Führerschein habe ich.“, murmelte der Blonde nach einer Weile los. Er hatte schon alles im Kopf, hatte eine genaue Vorstellung davon, was sie alles tun könnten und Ethan wollte doch auch außerhalb dieser kleinen Wohnung mit ihm zusammen sein, aber so, dass keine Bekannte oder Kollegen ihn sahen, da war ein Wochenende außerhalb und dennoch in der freien Natur und draußen in der Öffentlichkeit genau die beste Möglichkeit, ein kleiner Schritt für beide, vor allem für Ethan.
Es war süß zu sehen, dass er noch so vieles lernen musste, dass noch so viele kleine Dinge auf ihn warteten, die entdeckt werden mussten. Chris fühlte sich wahrhaftig zum ersten Mal bei einem Menschen wie Ethan überlegener. Natürlich in vielen seiner Beziehungen gab es so etwas nicht- einen, der die Oberhand hatte und einen devoteren Partner- eigentlich waren sie immer gleich, immer…abwechselnd, aber Chris mochte es, dass sein Geliebter zumindest körperlich viel stärker war als er es je sein könnte.
Der Kopf des Jüngeren hob sich leicht, schaute seinen Freund noch einmal an. „Was hältst du davon?“

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Do Jun 28, 2012 12:36 am

Ethan war froh, dass Chris die Zigarette ausmachte, er konnte sich nicht helfen, als den Qualm irgendwie störend, und die ganze Atmosphäre billig zu finden, wenn Chris die Fluppe im Mundwinkel hatte. Vielleicht konnte er dem Hippie das beizeiten ja noch ausreden, aber dafür war im Moment nicht der Augenblick. Er wollte ihre Zweisamkeit nicht durch Genörgel verderben, dass Chris´ Laune eventuell senken würde.
„Wenn, dann bin ich die teuerste Nutte in ganz San Francisco“, grinste er, und lachte leicht in sich hinein. Er ließ Chris mit seinen Fingern hantieren, drückte sein Gesicht in die nassen blonden Haare und genoss den Geruch von Schweiß und Shampoo, der noch darin klebte. Es war nicht fair, dass sie ihre Beziehung verstecken mussten, denn Ethan wollte diesen ganzen verklemmten Spießern zeigen, dass er mit diesem wunderbaren Mann zusammen war. Dass er ihn küsste, dass er mit ihm in seinen Armen einschlief, und dass er Sex mit ihm hatte. Und er wollte, dass andere auf ihn eifersüchtig waren, weil er Chris hatte und sie nicht. Er wollte es ihnen allen unter die Nase reiben dürfen. Aber hier in San Francisco war das nicht möglich. Denn ganz gleich, wie groß und voller Menschen die Stadt war, hier bestand immer das Risiko, dass irgendjemand sie erkannte. Und noch war Ethan noch nicht bereit, seinen Job aufzugeben und alles hinter sich zu lassen. Vielleicht kam das irgendwann, in ein paar Jahren, wenn Chris ihn mit seinem Hippieleben doch irgendwie angesteckt hatte. Dann konnten sie nur vom Geld seiner Eltern leben, und Ethan konnte allen Menschen zeigen, wie gut er es doch hatte.
„Das klingt nach einer wundervollen Idee, am besten fahren wir Freitag direkt nach meinem Dienstschluss los“, schnurrte Ethan, und man hörte leichte Aufregung aus seiner Stimme. Er wollte mit Chris im See schwimmen gehen, nachts im Mondlicht, am besten nackt. Er seufzte glücklich auf bei dem Gedanken daran. Er drückte Chris einen langen sanften Kuss auf, als der Hippie ihn fragend anblickte.
„Ich möchte gerne an irgendeinen See, wo wir unter uns sind.“
Jetzt hatte er doch wirklich etwas, wo er sich fast noch ein wenig mehr drauf freuen könnte als wieder Sex zu haben.
Sie blieben noch eine Weile in der Wanne, bis das Wasser langsam kälter und irgendwie unangenehm wurde. Ächzend quälte der junge Arzt sich aus der Wanne, er fühlte sich schrecklich alt, und am liebsten hätte er im Badezimmer übernachtet. Aber es gab eigentlich kein schöneres Gefühl, als mit Chris in seinen Armen einzuschlafen, das wollte er sich nicht entgehen lassen. Außerdem war die Hitzewelle mittlerweile so weit abgeklungen, dass es nichts unangenehm Warmes mehr an sich hatte, zu zweit im Bett zu liegen. Er zog sich ein paar neue Boxershorts über, während der Hippie im Spiegel seine Kratzer zu begutachten schien. Ein leichtes Grinsen schlich sich auf Ethans Gesicht, ein wenig wollte er dem Hippie seine Überlegenheit ja schon wieder austreiben, weil er für Chris gerne den starken Mann spielte und es ihm irgendwie gefiel, wenn er kindlich und naiv war.
Er zog ihn zu einem Kuss an sich heran, aber ohne Vorwarnung verstärkte sich der Griff um seine Taille und er warf ihn sich lachend über die Schulter.
„Wer hat jetzt die Oberhand?“, fragte er, den Kopf leicht zu ihm drehend. Er musste ehrlich zugeben, dass der schmale Leib des Hippies ihm nicht einmal große Anstrengung abverlangte. Er trug ihn bis zum Bett, legte ihn vorsichtig ab und kroch neben ihm unter die Decke, sich in seinen Augen vergrabend. Er fuhr mit seinen Fingern über Chris´ Hüftknochen und schielte leicht zu dem Gebissabdruck auf seiner Schulter der sich bereits etwas bläulich verfärbt hatte.
„Beißt du eigentlich immer so fest zu?“, fragte er, während er das Gesicht gespielt leidend verzog.
„Dann muss ich beim Vorspiel demnächst nämlich besser aufpassen“, lachte er, und fuhr die Striemen auf Chris´ Rücken nach. Die ganzen Kratzer ließen ihn sogar wieder ein wenig scharf werden.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Do Jun 28, 2012 6:01 pm

„Natürlich ist das eine gute Idee.“, Chris musste zufrieden lächeln. Für solche Dinge war er immer der Beste zum planen gewesen, er konnte so viele tolle Dinge benennen, die man an Wochenenden tun konnte, oder auch an anderen Tagen, doch sobald es um die Planung von irgendwelchen formalen, eventuell wichtigen Dingen ging, da setze sein Gehirn gerne mal aus, wahrscheinlich nur, weil er keine Lust auf diese ganzen blöden Dinge hatte, die ohnehin keinen Spaß machen.
Das Wasser fühlte sich wirklich seltsam an, es war kälter und auch schmutziger und irgendwo machte das ganze Geliege auch unglaublich müde. Leise gähnend warf der Blonde einen Blick zu seinem Freund, dessen Leib sich langsam bewegte, aus der Wanne heraus. Chris rutschte ein wenig und folgte seinem Freund sogleich hinaus in die kühle Luft, ließ das Wasser vorher noch ablaufen, während die andere Hand nach einem Handtuch grabschte.
Langsam trocknete er seinen Körper von den Wasserperlen ab, betrachtete sich nebenbei gedankenverloren im Spiegel, begutachtete jedes kleine Bisschen an ihm- es gefiel ihm, sein Aussehen, er mochte auch seine strohblonden Haare, wie sie über die Schulter fielen, knapp bis zur Brust reichten und immer noch nicht an Glanz verloren hatten.
Vielleicht war es ja doch verständlich, dass Ethan ihn attraktiv fand, dass er mit ihm zusammen sein wollte, er würde ja auch eine Beziehung mit sich eingehen, vielleicht.
Doch das war nicht der einzige Grund um jemanden zu lieben und das wusste kein anderer besser als der Hippie selbst, es entsetzte ihn eher, dass Mensch andere wirklich nur auf das Aussehen abwerteten, egal wie schön es auch sein mochte.
Doch Chris bekam keine Zeit darüber nachzudenken, als sein Geliebter ihn plötzlich zu einem Kuss zog. Er schloss für einen Moment seine Augen, er wollte beinahe schon wie in all den Filmen sein linkes Bein anheben, so gut fühlte es sich an, doch dazu hatte er nicht einmal die Gelegenheit gehabt; er spürte wie der Griff seines Freundes sich verstärkte und sein Körper ohne Vorwarnung den Boden unter den Füßen verlor. Chris fuchtelte haltsuchend mit seinen Armen herum, quietschte erschrocken auf, verwandelte dieses jedoch rasch zu einem lauten Gelächter. Der Hippie schlug sanft mit seinen Fäusten auf Ethans Rücken ein. „Du kannst sowas doch nicht ohne Ankündigung machen!“, lachte der Blonde.
Es war ein komisches Gefühl alles kopfüber zu sehen, doch es faszinierte ihn, dass er anscheinend solch ein Fliegengewicht für den Arzt war, dass er ihn mit Leichtigkeit einfach so herumtragen konnte.
Chris gefiel es, keine Frage und man musste nun einmal einem Mann wie Ethan die Oberhand lassen, sie mussten sich austoben und ein bisschen das Alphamännchen raus lassen, dafür übertrumpfte der Hippie den Älteren in anderen Dingen.
So musste das auch in einer Beziehung laufen.
Der Blonde lächelte seinen Freund zufrieden an, als dieser ihn auf dem Bett ablegte und sogleich zu ihm unter die Decke huschte. Seine Augen musterten das Gesicht des Ex- Soldaten, er schob seine Finger sanft zum dunklen Haar seines Geliebten, spielte verträumt mit den einzelnen Strähnen, ließ den Blick zum Gebissabdruck schweifen, welchen Ethan erwähnte.
„Manchmal sogar fester.“, gab der jüngere mit entschuldigender Miene zu, legte sanft seine Lippen auf die bläuliche Stelle auf Ethans Schulter. „Aber ich küsse dich schon gesund.“, fügte der Blonde grinsend hinzu, zog sich näher an den muskulösen Körper heran. Im Gegensatz zu Ethan hatte er sich nichts angezogen, aber es war sowieso viel befreiender nackt zu schlafen, als gehüllt in irgendwelche Kleider.
Bei der nächsten Bemerkung musste der Hippie laut lachen. „Keine Sorge, alles wird dran bleiben!“, er schon langsam sein Knie zwischen die Beine des Größeren, schenkte ihm ein breites Grinsen.
Er könnte eigentlich wieder mit ihm schlafen, sie könnten sich in seinen Augen bis zum Morgengrauen lieben, doch irgendwo war der Hippie müde und Ethan musste arbeiten, außerdem wollte er keinen schlechten Einfluss auf den Dunkelhaarigen ausüben!
„Ich würde es dir jetzt gerne demonstrieren, aber morgen steht ein großer Tag bevor. Du musst schlafen, mein Herz.“, hauchte die Stimme sanft seinem Liebsten entgegen, er zog sich enger an ihn, presste seinen Mund auf den des Arztes, schob seine Zunge sanft mit seiner hin und her, erst von ihm ablassend, als sein Innerstes den Wunsch nach Atmen verspürte.
Verträum lächelnd umschlangen die Arme den Oberkörper des Größeren während die Lider sich zufrieden schlossen.
„Gute Nacht, Eth.“

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Do Jun 28, 2012 10:31 pm

Ethan hob ein wenig die Augenbrauen und sah Chris etwas entrüstet an.
„Seit wann bist du denn hier der Vernünftige?“, lachte er, doch bevor er noch etwas sagen konnte, hatte der Hippie ihm die Zunge schon tief in den Hals geschoben. Etwas überrascht, aber dennoch angetan erwiderte er den Kuss, stieß mit seiner Zunge gegen Chris´ Zähne und hätte am liebsten gar nicht mehr von ihm abgelassen, wenn er nicht irgendwann hätte Luft holen müssen. Ja, er hätte wirklich gerne noch einmal mit seinem Freund geschlafen, aber es stimmte schon, morgen würde anstrengend genug werden, und eigentlich war es auch nicht verkehrt, wenn sie jetzt ihren Schlaf bekamen. Und wenn Chris sich so nah an ihn kuschelte, und zufrieden neben ihm einschlief, dann war das auch ein überragendes Gefühl.
Selbst am nächsten Morgen lag der Hippie noch so nah an ihm, als hätte er sich die Nacht über keinen Zentimeter bewegt, aber das machte nichts. Ethan konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so gut geschlafen hatte, der Sex hatte ihn zwar erschöpft, aber die unglaubliche Zufriedenheit mit seinem Leben im Allgemeinen hatte ihn so tief und fest schlafen lassen wie selten zuvor. Vorsichtig löste er sich aus der Umarmung seines Freundes, möglichst ohne ihn zu wecken, und begann sich anzuziehen. Sein eigenes Bett war seit über zwei Wochen nicht mehr benutzt worden, weil sie immer zusammen in Chris´ Bett schliefen. Der Arzt konnte sich schon gar nicht mehr vorstellen, alleine zu schlafen, ohne einen schmalen Leib, der sich nah an ihn drückte.
Die Arbeit schien heute gar nicht umgehen zu wollen, aber Ethan war in seinen Gedanken eh schon längst in irgendeiner einsamen Blockhütte an einem ebenso einsamen Waldsee. Und Ethan konnte Chris sogar überraschen, denn er hatte vor dem Chefarzt ein wenig auf seinen vergangenen schweren gesundheitlichen Zustand gepocht, und ihm zwei der vielen Urlaubstage, die er als Arbeitstier noch übrig hatte, schon für den Anfang der Woche herausleiern können. Das hieß, aus ihrem Wochenendausflug konnte beinahe so etwas wie ein Kurzurlaub werden!
Ein paar Kleidungsstücke und das Wichtigste, was man so mitnehmen musste, hatte der Ex-Soldat am Morgen schon säuberlich auf sein Bett gelegt, sodass er jetzt gleich kaum noch packen musste. Auf dem Parkplatz vor ihrem Wohnhaus stand bereits ein etwas klappriger VW-Bulli. Unverkennbar, dass er von einem von Chris´ Freunden stammte, aber er würde sie schon ans Ziel bringen. Wobei Ethan noch nicht einmal wusste, was das Ziel überhaupt war. Er vertraute dem Hippie allerdings, dass er sich schon um etwas gekümmert hatte.
Er hatte kaum eine Stunde zuhause verbracht, hatte Chris von seinen zwei Tagen Urlaub berichtet, die ihnen das Wochenende noch versüßen würden, und dann saßen sie auch schon im Auto.
„Wohin soll es überhaupt gehen?“, fragte er, zu Chris hinüberblickend, der am Steuer saß. Noch befanden sie sich in der Stadt, wo Autos an ihnen vorbeirauschten und die Sonne sich noch ihren Weg zwischen den Hochhäusern hindurch suchte. Ethan beobachtete die Sonnenstrahlen eine Weile verträumt. Er hoffte, dass er Chris nach ihrer Ankunft wo auch immer dazu bringen konnte, direkt mit ihm ins Bett zu gehen, denn irgendwie konnte er es gar nicht erwarten, mit Chris in die nächste Runde zu gehen. Auch, wenn ihn ein Gedanke schon den ganzen Tag lang stark beschäftigte. Was, wenn Chris beim Sex den männlichen Part übernehmen wollte? Selbst mit dem Hippie als Partner kam Ethan das irgendwie merkwürdig vor. Bis jetzt hatte seine Beziehung zu Chris sich nicht anders angefühlt als jede heterosexuelle Beziehung auch, und auch der Sex war ja grundsätzlich nicht großartig anders gewesen. Aber der Arzt war sich nicht wirklich sicher, ob es ihm gefallen würde, wenn er derjenige war, der….nunja, penetriert wurde. Andererseits wollte er Chris auch nicht zurückstoßen, und irgendwie hoffte er, dass diese Situation noch in weiter Ferne lag. Er hatte sich so in seinen besorgten Gedanken verloren, dass er gar nicht gemerkt hatte, dass sie mittlerweile die Stadt verlassen hatten, und dass sein Blick unterbewusst eine düstere Note angenommen hatte.
„Tut mir Leid, ich war in Gedanken“, murmelte er, und versuchte die Besorgnis abzuschütteln, die ihn überkommen hatte.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Do Jun 28, 2012 11:53 pm

Es war schon so lange her, als Chris das letzte Mal so gut schlief. Keine Träume plagten sein Gemüt, keine urplötzlichen Schweißausbrüche, weil die Hitze sich in sein Zimmer geschlichen hatte und keine unruhigen, zuckenden Leiber, die ihn irgendwie hätten aus dem Bett schmeißen können.
Nur die Wärme seines Geliebten und die ruhenden Arme auf seinen Körper, nichts konnte ihm einen schöneren Schlaf bereiten als das.
Dementsprechend bekam der Hippie nicht mit, wie Ethan sich aus dem Bette stahl und die Wohnung verließ, zur Arbeit ging und er alleine im Bett war.
Nur noch der Duft seines Freundes und der von letzter Nacht erinnerten daran, dass er neben ihm lag. Chris zog das Kissen etwas näher an sich heran, jedoch war mit der fehlenden Wärme, die er so langsam mitbekam, auch der restliche Schlaf wie verflogen.
Der Blonde strich noch einmal mit seiner Hand über die mittlerweile kalte Stelle, ehe sich der nackte Körper langsam vom Bett erhob und sich gähnend streckte. Er musste noch einen Wagen besorgen und zusehen, dass er wusste wo es langging! Einige seiner Freunde hatten bestimmt noch eine Karte und seine Mom erzählte ihm doch immer von diesem kleinen Häuschen an einem See, das ihnen gehörte..Chris wollte eigentlich kein Gebäude, unter freiem Himmel zu schlafen, das wäre eigentlich ausreichend und bei Regenwetter, nun, da hatten sie ja noch den Bus, allerdings wollte der Blonde auch nicht, dass sein Geliebter auf all die normalen Dinge verzichten musste, die man so im Alltagsleben und auch in einem kleinen Wochenendausflug gebrauchen konnte.
Nachdem sich der Hippie langsam in herumliegende Kleider gezwängt hatte, den allmorgendlichen Prozeduren nachging, dazu gehörte dieses Mal Haare zusammenbinden und Schuhe anziehen, verließ auch er die kleine Wohnung um mit der nächsten Tram weiter hinaus aus der Stadt zu fahren und den restlichen Weg zu Fuß nehmend. Seine Familie lebte außerhalb und wenn man nicht gerade Geld für ein Taxi erübrigen konnte, musste man eben zu Fuß zu ihnen gelangen, doch Chris kannte die Strecke, wusste wohin. Er bereute es jedoch sofort nicht mit einem Taxi angekommen zu sein, als seine Mutter ihm eine gefühlte Stunde einen Vortrag hielt, wie unüberlegt es einfach war in aller Öffentlichkeit das Haus zu betreten, schließlich durfte kein Mensch mitbekommen, dass das eigen Fleisch und Blut des Bürgermeisters ein waschechter Hippie war!
Und dabei sah der junge Mann schon so normal wie möglich aus…
„Ich will nur wissen, wie ich zu diesem Hüttenteil komme.“, murmelte der Grünäugige dazwischen und nach lange, Ausfragen, ob er es nur für seine Drogenparties haben wollte, bekam er auch endlich den Schlüssel und die Anweisung, wo er hin musste. Seine Mutter schien angetan davon zu sein, dass Chris nun mit jemand zusammen war, der so viel mehr Anstand hatte. „Vielleicht wird er dich wenigstens zu einem normalen Mann erziehen können.“, sagte sie nur und Chris nahm es als ein Kompliment an, er würde es Ethan auch mit Freuden ausrichten!
Für den Weg zu seinen Freunden ließ der Blonde sich tatsächlich ein Taxi rufen und nachdem er sich den in orange gehüllten, kleinen VW Bus (einige Blümchen zierten ebenfalls das Vehikel) ausgeliehen hatte, wartete er schon ungeduldig auf die Ankunft seines Freundes. In der Zeit hatte er bereits alles in seine Tasche geschmissen, was nach Kleidung aussah, hinzu kamen Zahnbürste und das ganze Geld, was noch irgendwo bei ihm in den Hosentaschen oder zwischen irgendwelchen Büchern eingeklemmt war. Sie müssen wahrscheinlich auf der Rückfahrt tanken und Essen kaufen müssten sie wahrscheinlich auch, Geld war manchmal gar nicht wegzudenken.
Und dann, dann war Ethan auch endlich da, Chris sprang ihm in die Arme, küsste ihn so oft er nur konnte und quietschte zufrieden auf, als dieser von den zwei zusätzlichen Tagen sprach. Das war wirklich so etwas wie Urlaub, der Hippie wollte am liebsten Freudensprünge machen, doch stattdessen schnappte er sich die Schlüssel und nachdem ihr Zeug und die beiden auch endlich im Auto drin waren, ging es auch schon ab in das wohlverdiente Wochenende.
„Wir haben da so ein Häuschen am See, keiner besucht es, weil keiner Zeit hat und ich durfte es mir ausleihen.“, warf der Jüngere ein, ließ seinen Blick kurz zum Arzt wandern, ihn anlächelnd.
Die restliche Zeit verlief ruhig zwischen den beiden, Chris konnte nicht genau hinsehen, was seinen Mitbewohner bedrückte, doch schien er sehr in seinen Gedanken vertieft zu sein. Ob etwas geschehen war oder er vielleicht doch Unmut hatte? Vielleicht dachte er aber auch nur über etwas nach. Mit besorgter Miene starrten die Augen auf die Straße vor ihm, die, je weiter sie von der Stadt hinaus fuhren, immer leerer wurde und bald nur noch sie alleine zu fahren schienen.
„Ist etwa irgendwas passiert? Du hast so betrübt geschaut.“, murmelte der Hippie, während er sich in seinem Sitz leicht zurücklehnte. Die Hintergrundmusik des Radios war angenehm, genau wie der Wind, der durch das offene Fenster hinein pfiff.
Chris wollte am liebsten die ganze Zeit mit seinem Geliebten plaudern, doch musste er sich auf die Straße und ihr Ziel konzentrieren, er wollte nicht, dass sie sich verfuhren und er wollte auch nicht in ein anderes Auto reinfahren, Unfälle war generell das Letzte, was der Blondschopf wollte, weswegen er gehüllt in Schweigen die beiden Gestalten nach etwas über zwei Stunden endlich das Ziel erreichten Zufrieden brachte der Kleinere den Wagen zum Stillstand, vor ihnen erstreckte sich ein kleines, weißes Häuschen, geschützt von dichten Geäst der Bäumte, hinter dem Haus ein kleiner See. Es war so still, dass man glauben konnte, sie wären die einzigen Menschen auf der Erde.
Zufrieden strahlte er Ethan an. „Wir sind da!“, er streckte sich zu dem Dunkelhaarigen herüber, sanft auf die Lippen küssend. In den zwei Stunden hatte er sich nach diesem Kuss gesehnt. „Das Urlaubhaus meiner Vorfahren, wenn sie Langeweile hatten!“, rasch öffnete der junge Mann die Türe des Kleinbusses, sprang hinaus auf den staubigen Boden, sich die Kleider mit Rennen ausziehend. „Komm, lass uns schwimmen gehen.“, rief er Ethan hinterher, warf ihm ein breites Grinsen zu und verschwand hinter den Gemäuer des Hauses. Man konnte ein Plätschern hören, als der schmale Körper im Wasser landete und ein freudiges Lachen. Das Wasser war angenehm kühl und strahlte in einem dunklen blau, welches fast furchterregend wirkte, doch Chris war zu glücklich um sich vor der Tiefe zu fürchten, vor dem, was sich unter der Dunkelheit verbarg, zu schön war das Gefühl, wie das Wasser seinen Körper einhüllte, ihn von der langen Fahrt abkühlte. „Kommst du jetzt oder was?!“

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Fr Jun 29, 2012 5:55 pm

Innerlich fluchte Ethan kurz, er hatte Chris keine Sorgen bereiten wollen, und obwohl dieser die ganze Zeit konzentriert auf die Straße geachtet hatte, hatte er wohl dennoch mitbekommen, dass Ethan sich über etwas Gedanken gemacht hatte. Er wollte das Wochenende unter keinen Umständen mit Stress anfangen, es sollte genauso perfekt werden, wie Chris es sich erhofft hatte. Immerhin war er sogar zu seinen Eltern gefahren, um nach der Wohnung zu fragen! Und Ethan wusste, dass der Hippie nicht gerade ein besonders gutes Verhältnis zu seinen Eltern hatte. Sicher, sie schickten ihm Geld, damit er nicht verhungerte und ein festes Dach über dem Kopf hatte, aber so einen langhaarigen Hippie, auch noch einen Schwulen….Das war für eine renommierte Familie wie Chris´ nicht gerade das Aushängeschild. Ethan war froh, dass sein Vater stolz auf ihn war –auch, wenn sich das vermutlich ändern könnte, wenn er erfuhr, dass sein Sohn eine Beziehung mit einem anderen Mann hatte. Aber er musste es ja so schnell nicht erfahren.
Der Arzt wurde leicht rot, als Chris fragte, was los war. Er wollte es ihm jetzt ehrlich gesagt noch nicht eröffnen, sie konnten dieses komplizierte Thema immer noch anschneiden, wenn die Zeit dafür gekommen war. Also schüttelte er nur hastig den Kopf, winkte leicht ab.
„Es ist nichts, wir können uns später darüber unterhalten.“
Die Atmosphäre im Auto war irgendwie drückend gewesen, schien aber aufzulockern, sobald Chris die Türen geöffnet hatte. Der Bus war verdammt stickig geworden, und der Arzt atmete erleichtert tief ein, als ihm die frische Luft von draußen ihm ins Gesicht schlug. Sie roch so viel besser und frischer als die Luft in der Stadt! Nach Holz und Tannenzapfen und Harz. Er hatte die Augen geschlossen, wurde von dem Hippie beinahe ein wenig überrumpelt, dabei war seine Idee doch die beste überhaupt! Das war die beste Abkühlung, die er jetzt bekommen konnte. Bevor er jedoch antworten konnte, war Chris schon verschwunden, und nur sein Lachen und das Platschen des Wassers zeigte seinen Aufenthaltsort an. Ethan lachte, folgte ihm etwas langsamer, während er sich das T-Shirt über den Kopf zog, schließlich an dem kleinen Steg stehen bleibend, und sich auch der restlichen Kleidung entledigend.
„Ich bin schon ein alter Mann, ich brauch meine Zeit“, lachte er, während er ein paar Schritte Anlauf nahm und dann mit einem Hechtsprung ins Wasser sprang. Wenn er gewusst hätte, wie kalt das Wasser war, hätte er sich vermutlich etwas zurückgenommen. Seinen Spaß wollte er sich aber trotzdem nicht nehmen lassen, und anstatt direkt wieder aufzutauchen drehte er sich im Wasser und tauchte auf die Silhouette des Hippies zu, die unter Wasser nur leicht zu erahnen war. Seiner Zeit bei der Armee verdankte er außerdem, dass er ein exzellenter Schwimmer war. Er musste sich das Lachen verkneifen, als er Chris an der Hüfte packte und unter Wasser zog, dann aber gleich wieder prustend mit ihm aufzutauchen. Er hielt seine Arme weiterhin um seinen Oberkörper gelegt, während er sich leicht auf dem Rücken treiben ließ. Diesen Urlaub hatten sie sich mehr als nur verdient. Hier war es in der Tat so idyllisch, dass Ethan am liebsten nie wieder von hier weggefahren wäre.
„Hat deine Familie noch mehr so nette Ferienhäuser?“, fragte er, während er Chris etwas näher zu sich heranzog und an seinem Nacken knabberte.
„Weil dann überlege ich ernsthaft zu kündigen, damit ich den Rest meines Lebens mit dir in so einer feinen Residenz im Wald verbringen kann“, schnurrte er.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Fr Jun 29, 2012 11:09 pm

Endlich hatte sich auch Ethan aus dem Wagen bequemt und erreichte den kleinen See. Chris beobachtete ihn, wie er sich seiner Kleider entledigte und musste bei den Worten seines Freundes lachen. „Oh bitte, als wärst du alt!“, warf er breit grinsend ein, wusste nicht, ob er ihn noch gehört hatte, denn im nächsten Moment sprang der Arzt ins Wasser hinein und war…untergetaucht. Die grünen Augen schauten immer noch auf die Stelle, wo sich der junge Mann soeben noch befand, wartete darauf, dass er endlich wieder auftauchte, doch stattdessen spürte der Hippie, wie sich plötzlich Hände auf seine Hüften legten und ihn nach hinten zogen.
Ein erschrockener Schrei entwich noch seiner Kehle, Chris kniff rasch seine Augen zusammen und schon befand sich sein gesamter Körper unter der Wasseroberfläche. Die langen, blonden Haare wogen sich in den kleinen Wellen, verursacht von den beiden Gestalten. Wie Seeanemonen verteilten sich die einzelnen Strähnen. Er fühlte sich wie eine Meerjungfrau- eine Meerjungfrau, die Luft zum Atmen brauchte, vor allem weil er nicht einmal Zeit bekam anständig Luft zu holen, so war er seinem Geliebten mehr als nur dankbar, als er ihn mit sich nach oben in die freie Luft zog. Der Blonde holte tief Luft und lachte diese wieder laut aus. „Du Seemonster!“, rief er seinem Mitbewohner giggelnd entgegen, strich sich einige klebenden Strähnen von Gesicht, zufrieden Lächelnd.
Chris hatte seinen Freund noch nie so frei und sorglos erlebt, zumindest nicht in der freien Natur, so ganz ohne Gemäuer. Genau so wollte der Hippie es immer haben, unbeschwert und sorglos, aber er wollte diesen Gedanken nicht erneut aus der Schublade heraus kramen und schloss ihn deswegen sorgfältig ein, während seine Hände gedankenverloren die seines Geliebten suchten, sie etwas näher zu sich ziehend.
„Tatsächlich hat meine Familie noch zwei Häuser irgendwo, eins liegt in New York und das andere irgendwo in Europa.“, murmelte der Jüngere, drehte seinen Körper herum um Ethan anschauen zu können.
Er schenkte dem Dunkelhaarigen ein schiefes Lächeln, schlang seine Arme um den Hals seines Freundes, ihn sanft küssend. Seine Lippen waren feucht und trotz des kalten Wassers immer noch so herrlich warm.
„Meine Mom ist positiv angetan von dir, stell dir vor.“, fuhr er anschließend mit einer belustigten Miene fort. „Sie hat gesagt, dass mit solch einem vernünftigen Mann, der du nun einmal bist, mit so vielen Qualifikationen mir vielleicht die Flausen aus dem Kopf treiben wird, ist das nicht witzig? Ich meine, dass sie überhaupt zum ersten Mal es gut findet, das ich mit einem Kerl zusammen bin!“
Chris fand es wirklich faszinierend und war froh darüber, dass Ethan das Thema mit den Eltern eingeleitet hatte, sonst hätte er vergessen darüber zu erzählen, dieses Kompliment weiterzureichen.
Es war schließlich ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass seine Alten eines Tages das alles für in Ordnung befinden würden, vielleicht würde sein Vater ihm eines Tages auch helfen- okay, das würde wahrscheinlich auch im nächsten Jahrhundert nicht passieren, doch der Hippie träumte gerne von solchen Dingen.
„Ja, lass uns für immer hier bleiben! Nur du und ich und die Welt um uns herum, wir könnten uns einen Hund zulegen oder zwei, das wäre toll.“, träumte Chris vor sich hin, schmieg sich bei dem idyllischen Gedanken enger an den Körper seines Liebsten, malte mit seinen Fingern gedankenverloren Muster auf Ethans Rücken. Manchmal träumte der Hippie gerne von diesem typischen Zusammenleben, irgendwo in einem Haus, mit großem Garten, einem Hund und irgendwann wollte er auch Kinder haben, doch die würde er nie bekommen können. Was wenn Ethan auch Kinder haben wollte, was wenn er auch eine normale Familie gründen wollte?
Plötzlich wurde Chris ganz übel, ein unangenehmes Kribbeln ging durch seinen Körper- was wenn er wirklich all das wollte und der Jüngere ihm nichts von alldem schenken konnte?! Er war nun einmal keine Frau, das war auch gut so, und er konnte ihm nicht diese Dinge bieten, die ein weibliches Wesen nun einmal in sich drin hatte.
Und wenn der Ex- Soldat sich im Klaren wäre, dass er vielleicht nie für immer glücklich mit Chris werden könnte, würde er ihn vielleicht verlassen.
„Du, Ethan? Wie wolltest du eigentlich dein Leben gestalten, also bevor wir zusammen waren?“, fragte er den Großen nach einer Weile, ließ die leuchtend grünen Augen zu ihm hinaufwandern, den Kopf neugierig schief legend.
Chris wurde klar, dass sie irgendwo mehr reden mussten, in letzter Zeit klebten sie zu sehr an den Lippen des anderen und verschlossen sie, sodass niemand wirklich zu Wort kam und das letzte, wirkliche Wortgefecht lieferten sie sich bei ihrem Streit.
Dem Hippie war Reden wichtig und durch diesen furchtbaren Gedanken, Ethan einmal verlieren zu können, kam dieses Verlangen erst wieder auf. „Ich meine, du hast dir bestimmt nicht vorgestellt mit einem schwulen, blonden Kerl im See schwimmen zu gehen, oder?“

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Fr Jun 29, 2012 11:45 pm

Ethan ließ sich gemächlich treiben, während Chris wieder zu plaudern anfing. Er hatte immer so viel mehr zu erzählen als der ruhige Soldat, dass er leicht lächeln musste. Wäre er ebenso redselig wie der Blonde, würden sie vermutlich nie auf einen grünen Zweig kommen. Schon merkwürdig, wo er doch aus einer Familie stammte, die so schweigsam war, dass sie sogar ihren Sohn verschwieg. Er schloss kurz die Augen, die Sonne ging mittlerweile unter und warf ich rötliches Licht über den See, beleuchtete ihn etwas und ließ die dunklen Schatten am Grund des Wassers etwas weniger bedrohlich erscheinen.
„Europa klingt toll“, seufzte Ethan. Er war bis jetzt erst einmal aus Amerika herausgekommen, und da war die Reise in den Vietnam gegangen. Dahin wollte er ganz sicher nie wieder zurück. Er schüttelte sich leicht bei dem Gedanken daran. Er war lang genug in Therapie gegangen, um all die scheußlichen Bilder vergessen zu können, und ganz sicher wollte er sich jetzt nicht daran erinnern. Er wollte sich die gute Laune nicht verderben lassen und schalt sich selbst dafür, dass er gerade jetzt anfing, sich über alles Mögliche Sorgen zu machen.
Er wurde leicht rot, als Chris weitersprach, er hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass der Hippie mit seinen Eltern über so etwas sprach, und schon gar nicht, dass seine Eltern daran irgendetwas Positives erkennen konnten. Kurz überlegte er, wie viel Chris über ihn hatte fallen lassen, nicht, dass seine Identität und seine homosexuelle Beziehung über einen so unglücklichen Weg ans Licht geraten könnten, aber auch den Gedanken verscheuchte er so schnell wieder, wie er gekommen.
„Das hat sie ernsthaft gesagt?“, lachte er auf und schüttelte leicht den Kopf.
„Naja, du musst schon zugeben, ich bin ein ziemlich guter Fang“, witzelte er, und zog den Hippie etwas näher an sich heran.
„Aber als könnte irgendwer dir deine Flausen austreiben….das kann ja nicht einmal ich“, schnurrte er und gab Chris einen langen Kuss. Hoffentlich konnte die Aussage seiner Mutter wenigstens als ein klein wenig Unterstützung gedeutet werden. Oder zu mindestens nicht völlige Ablehnung. Mütter konnten ihre Söhne doch nicht hassen, oder?
Ethan musste grinsen aufgrund Chris´ blumiger Beschreibung ihrer Zukunft. Aber schön wäre es, das musste man ihm lassen. Nur ein wenig kitschig.
„Ich bin mehr der Katzentyp“, summte er abwesend. Er konnte nicht sagen, was in den kommenden Minuten in Chris´ Kopf vorgegangen war, aber die Stimmung schien schlagartig umzukippen, düsterer zu werden. Er meinte, einen Hauch Besorgnis aus der Stimme des Jüngeren herauszuhören, als er ihn fragend ansah. Er stieß ein leichtes Ächzen aus, das war eine ganz schön schwere Frage für so einen eigentlich unbeschwerten Augenblick. Er zuckte mit den Schultern, blickte zum rötlichen Himmel empor.
„Naja, das, was sich jeder so vornimmt, denke ich. Eine Familie gründen, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen….So, wie sich das für einen Spießer wie mich gehört“, sinnierte er, und er hatte das Gefühl, dass der Hippie sich bei seinen Worten etwas verkrampfte, weshalb er den Blick der zweifarbigen Augen wieder senkte und ihn prüfend ansah. Dass an seiner Antwort irgendetwas hätte verkehrt sein können, daran hatte er gar nicht gedacht, aber als der Hippie weitersprach glaubte der Arzt zu wissen, in welche Richtung das Gespräch ging.
„Nein, das hab ich mir sicher nicht vorgestellt“, murmelte er, Chris eine Weile zappeln lassend.
„Aber wie konnte ich auch wissen, dass ich in der Zukunft so ein verdammtes Glück haben würde?“, summte er leise und zog den Hippie ganz nah an sich heran, ihm über den Rücken streichelnd. Nass sah sein Haar sogar noch länger aus als vorher.
„Aber wo wir gerade schon dabei sind, uns einen Kopf um lächerliche Dinge zu machen“, begann er vorsichtig und wurde schlagartig rot im Gesicht.
„Willst…Willst du beim Sex eigentlich auch mal Rollen tauschen?“, brachte er etwas unsicher heraus und ließ seinen Blick überall hin schweifen, nur nicht in Chris´ Gesicht. Das war einfach irgendwie ein Thema, mit dem er noch immer schlecht umgehen konnte, weil es Neuland für ihn war.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   Sa Jun 30, 2012 12:36 am

Seine Mundwinkel verschoben sich leicht nach unten, als Ethan genau die Worte aussprach, welche Chris sich die ganze Zeit über gedacht hatte. Aber was hatte er auch erwartet?! Jeder normale Mensch sah das so, auch in dieser Gesellschaft und Hippies, Rockstars und wer auch alles noch da draußen herumwanderte, war nun einmal nicht normal- sie hatte teilweise andere Zukunftswünsche und dennoch sah der Blonde ja selbst an ihm, dass diese typischen alten Dinge auch ihm irgendwo gefielen.
Auch wenn die Antwort erwartet kam, trübte sie sein Gemüt ein wenig, sodass er nur schwach lächeln konnte, als Ethan davon Sprach, dass er so ein Glück mit ihm hätte.
Es erschien eher anders, denn mit ihm an seiner Seite würden auch all die Wünsche zerplatzen.
Chris legte für eine kurzen Moment den Kopf auf die Brust des Arztes, beobachtete das Wasser und wünschte sich nicht mehr, als dass er seinen Freund glücklich machen konnte, rundum, dass er alles erfüllen könnte, was er von jemanden wollte oder erwartete. Aber das würde wahrscheinlich nie passieren und genau das war das Unschöne daran.
Schwer seufzend schweifte der Hippie seinen Blick wieder von der See ab, musterte das Gesicht des Älteren.
„Lächerliche Dinge?“, Chris zog eine Augenbraue hoch, die zweite folgte, als die Augen bemerkten wie Ethan rot anlief. Wohl wieder eine sexuelle Sache.
Der Jüngere konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen, auch wenn die Hemmschwelle seines Mitbewohners nicht mehr so hoch war und er eigentlich auch nicht mehr so stark errötete, war es anscheinend immer noch dieses kleine ‚Tabuthema‘, welches noch an seinem Gehirn zu nagen schien.
Chris wusste, dass er irgendwann über die ganzen Dinge reden könnte, als ob es sich um das Wetter handeln würde, doch alles zu seiner Zeit.
Die darauffolgende Frage ließ den jungen Mann kurz stocken. Verwirrt, mit leicht geöffnetem Mund schaute der Grünäugige seinen Geliebten an. Er war auf vieles vorbereitet, doch auf das- er hatte nicht einmal daran gedacht, also daran auch mal ein bisschen dominanter zu sein, auch wenn es nicht so war, dass er das gar nicht wollte.
„Naja..“, setzte der Hippie an, schaute nachdenklich an Ethan vorbei. „Ich bin schließlich auch ein Mann.“, ein seltsamer Gesichtsausdruck machte sich breit, Chris wusste, dass Ethan, nun ja, kein passiver Mensch war und auch wusste er von sich, dass er so seine Vorzüge hatte, doch es stimmte- er war auch ein Mann, was die meisten gerne mal vergaßen und auch er hatte Wünsche, auch er lechzte sich danach, etwas Abwechslung im Bett zu bringen und bis jetzt lief es auch ganz gut, denn eine gesunde Abwechslung war das A und O in einer Beziehung, in einer gesunden Beziehung.
Doch Ethan hatte so etwas nie gehabt, die Frage war also gar nicht so abwegig. Chris musterte seinen Freund ausgiebig, sein Gesicht verriet, dass es ihn wohl nicht sonderlich freute, wahrscheinlich fand er diese Vorstellung sogar schrecklich – auf dem Rücken unter Chris zu liegen und ihn selbst machte es irgendwie..an.
„Die Vorstellung findest du widerlich, oder?“, der Blonde wollte ihm ein entschuldigendes Lächeln zuwerfen, doch es gelang ihm nicht ganz. Menschen kamen damit nicht klar, und natürlich, für Ethan war es wahrscheinlich einfach seinen ‚Mann‘ rauszulassen, doch er konnte es sich nicht umgekehrt vorstellen.
„Aber wenn du nicht willst…weißt du, ich würde dich nie zu irgendwas zwingen.“, er legte seine Hände auf die sehnigen Schultern des Älteren, blickte ihm in die zweifarbigen Augen.
Anscheinend war Chris auch noch in einer anderen Sache nicht gut genug für Ethan, dabei musste es ihm doch klar gewesen sein, dies war keine normale Mann- Frau- Beziehung, dies war anders, dies war viel stärker und auch war es gleichwertig, keine Rollenklischees, keine festen Regeln. Hier konnte man sich wenigstens abwechseln.
„Ich will nicht, dass wir Dinge tun, weil wir glauben, dass wir sie tun müssen. Wir sind frei, mein Herz.“, er hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und stieß sich langsam von dem Körper seines Gegenübers ab. Schwamm in Richtung Ufer.
„Lass uns rausgehen und die Sachen einräumen, der See ist zu romantisch um ihn mit unseren Sorgen zu füllen.“, mit diesen Worten stieg der Blonde langsam aus dem See heraus, die Luft fröstelte ihn ein wenig, jedoch war es irgendwo auch schön, einfach nur dort zu stehen und die Welt auf sich einwirken zu lassen, wenn auch mit Steinen im Magen und einem Gefühl der Unzufriedenheit.
Er wollte Ethan doch so viel bieten, dabei nahm er ihm so vieles einfach weg und dann die Sache mit dem Sex- es machte Chris ein wenig fertig, aber so konnte er seinen Mitbewohner auch verstehen und es machte ihm Angst, dass er ihn vielleicht gerade jetzt abgeschreckt hatte, dass Ethan am liebsten nur noch aus dieser Beziehung raus wollte, zumindest schien er alles andere als erfreut zu sein.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jul 01, 2012 12:21 am

Er biss s leicht auf die Zunge, Chris schien mit dem Verlauf des Gespräches ganz und gar nicht einverstanden zu sein. Er konnte sehen, dass er bekümmert war, und Ethan hätte am liebsten alles zurückgenommen, was er gesagt hatte, denn auch seine freundlichen Worte schienen die Laune des Hippies nicht heben zu können. Er schluckte leicht, er hatte ihren Urlaub auf keinen Fall ruinieren wollen, indem er das Thema ansprach, doch Chris schien darauf sehr empfindlich anzuspringen, und seine Frage vor allem als völlige Ablehnung z deuten. Dabei wusste der Arzt gar nicht, was er von der ganzen Sache halten sollte. Er wollte es nicht von vornherein abblocken, denn eventuell gefiel es ihm ja sogar, und wenn er einer Person dieses Privileg einräumen wollte, dann Chris. Aber er war sich nunmal noch nicht ganz sicher, und die Worte, die Chris ihm in den Mund gelegt hatte, hatten ihn irgendwie überrumpelt, sodass er kaum ein Wort herausbringen konnte.
„Ich, nein, das wollte ich damit nicht sagen“, brachte er nur haspelnd heraus. Chris hatte ja recht, und Ethan schämte sich dafür, dass er darüber nicht nachgedacht hatte. Natürlich war er auch ein Mann, und auch, wenn er femininer war als Ethan, waren sie ja nunmal keine heterosexuelle Beziehung, in der es Mann und Frau gab, und vermutlich wäre es egoistisch, von Chris zu erwarten, dass er immer den passiven Part übernahm. Aber irgendwie musste Chris ihn erst einmal schonend darauf vorbereiten, die richtige Stimmung für ihn herstellen, das würde in diesem Urlaub doch wohl noch irgendwie machbar sein. Allerdings musste Chris´ Laune dafür erst etwas besser werden.
Es versetzte Ethan einen Stich in der Magengrube, als Chris von ihm wegschwamm, er hatte gehofft, dass dieser Urlaub ihrer Beziehung einfach gut tun könnte, aber im Moment schien der Hippie nur enttäuscht zu sein, und das war seine Schuld. Mit einigen schnellen Schwimmzügen folgte er Chris zum Ufer, folgte ihm ins Haus. Fieberhaft überlegte er, wie er Chris aus seiner schlechten Stimmung herausholen konnte, legte sich Worte zurecht, während sie ihre Klamotten im Schrank einordneten. Das Schlafzimmer hatte sogar ein großes Doppelbett, sie mussten sich also nicht zu eng zusammenquetschen wie bei sich zuhause. Wobei sie das vermutlich trotzdem tun würden –darauf hoffte Ethan zu mindestens. Immer wieder schielte er zu Chris hinüber, bis er sich schließlich ein Herz fasste und ihn leicht an den Handgelenken zu sich heranzog.
„Chris, was ist los, hab ich etwas Falsches gesagt? Ich will nicht, dass wir uns jetzt das ganze Wochenende über so schrecklich anschweigen“, sagte er besorgt und strich ihm leicht über die Schultern.
„Wenn es wegen meiner Zukunftsplanung ist…..Versteh mich nicht falsch, eine Familie wäre schon irgendwie schön, aber das heißt nicht, dass du nicht ebenso gut für mich bist. Ich hatte mir immer dieses langweilige Spießerleben gewünscht, weil ich mir gar nichts anderes vorstellen konnte. Das war, bevor ich dich kennengelernt habe, und ich würde dich niemals gegen ein paar Kinder und eine Vorstadtidylle eintauschen wollen. Niemals, hörst du?“
Er zog in leicht mit sich, setzte sich auf die Bettkante, und Chris auf seinen Schoß, sodass er ihm ins Gesicht sehen konnte. Dieses Mal wurde er nur leicht rot um die Nase.
„Und….Und ich glaube, ich würde auch gerne mal, nunja, andersherum mit dir schlafen, nur musst du mir einfach die Möglichkeit geben, mich an den Gedanken zu gewöhnen, weißt du?“, summte er leise und lehnte seine Stirn an die des Hippies.
„Ich liebe dich, ich würde alles für dich tun, Chris. Also lass uns den Urlaub genauso genießen, wie er es verdient hat, ja?“
Er hatte Chris noch nie so down erlebt, und es tat ihm in der Seele weh, ihn so zu erleben. Er war immerhin sonst so eine Frohnatur, und dieses bedrückte Gesicht stand ihm ganz und gar nicht. Leicht strich er über seinen Rücken, fuhr seine Wirbel entlang und zupfte leicht an seinem Shirt.

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Mrs Lovett
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jul 01, 2012 1:17 pm

Gedankenverloren holte er seine Tasche aus dem Kleinbus heraus, sammelte unterwegs noch seine achtlos hingeworfene Kleidung auf, ehe der Hippie das kleine Häuschen betrat, sich geradewegs ins Schlafzimmer begab. Ethan war ihm gefolgt und obwohl Chris sich bei ihm entschuldigen wollte, dafür, dass er mit seinen finsteren Gedanken ihm die Laune verdarb, doch die Worte wollten einfach nicht aus seiner Kehle entweichen, denn irgendwo konnte er sich nicht dafür entschuldigen, dass er nicht gut genug für seinen Mitbewohner sein konnte und dass er ihm nicht alles bieten konnte, was sich der Ältere nun einmal gewünscht hatte.
Im Gegensatz zu ihm, schmiss der Blonde seine Sachen in die nächstbeste Ecke, Schränke wurden schließlich überbewertet, taumelte zum großen Badezimmer und band sich das nächstbeste Handtuch über die Hüften. Er wollte sich nicht sofort wieder anziehen, es war auch keiner hier, der es schlimm finden könnte, dass Chris nackt durch die Zimmer spazierte- keine Nachbarn und keine Spaziergänger.
Die grünen Augen schauten sich prüfend um, musterten jede kleine, hübsch angerichtete Ecke des Gebäudes- obwohl hier seit längerer Zeit keiner mehr hauste, sah alles immer noch so unglaublich ordentlich aus, es würde ihn nicht wundern, wenn seine Eltern immer noch eine Putzfrau angeheuert hatten, die jede Woche herkam und alles sauber machte, einfach so aus Prinzip, man könnte schließlich spontan entscheiden hierher zu fahren und wenn dann nicht alles staubfrei war…
Nun gut, verschwenderisch aber irgendwo auch nicht schlecht, denn wer fand es schon toll in ein verstaubtes und muffiges Haus zu kommen?!
Der Jüngere schenkte seinem Freund ein schwaches Lächeln, als er wieder das große Schlafzimmer betrat und ihn dabei beobachtete wie er alles in den Schrank stopfte, natürlich ordentlich, wie es sich für den Arzt gehörte.
Und dann war er schon bei ihm, die wohlige Wärme, die von Ethans Körper ausging, kehrte mit einem Schlag wieder zurück. Mit großen Augen schaute der Kleinere ihn an. Er hatte doch nichts Falsches gesagt, eigentlich hatte er genau das Richtige von sich gegeben!
Chris wollte ihm widersprechen, doch es blieb ihm im Halse stecken. Sein Mund fühlte sich plötzlich furchtbar trocken kann. Stattdessen umschlang er mit den Armen den Oberkörper seines Freundes, strich sanft über den Rücken, während dieser weiter auf ihn einredete. Die nächsten Worte waren irgendwo beruhigend, sodass Chris ein leichtes Lächeln nicht verkneifen wollte.
Ethan musste ihn wirklich gern haben, dass er sogar all diese prägenden Dinge, die man im Leben zu erreichen versuchte, für ihn fallen lassen würde, das er ihm genauso wichtig war und vielleicht auch…wichtiger. Wer wünschte sich nicht von jemand so gewollt zu werden?!
„Ich habe nur Angst, dass du dich eines Tages…umentscheidest, dass dir irgendwann klar wird, dass ich nicht der Richtige bin.“, presste der Blonde heraus, schmieg sich etwas enger an den Körper des Anderen, seinen Kopf auf die Schulter abstützend. Alleine der Gedanke, irgendwann allein sein zu müssen, war viel zu grauenvoll, sodass der junge Mann diesen gar nicht weiterdenken wollte, doch es war wichtig, dass er es aussprach, damit Ethan nicht das Gefühl hatte, er hätte etwas falsch gemacht, denn es war nicht seine Schuld, ganz und gar nicht.
„Und naja…die andere Sache kann warten. Ich verstehe wirklich, wenn du Zeit hast, du bekommst alle Zeit der Welt.“, ein aufmunterndes Lächeln huschte über die blassen Lippen des Hippies, welche er anschließend sanft auf die des Älteren presste, seine Arme um den Hals schlingend. Er konnte nicht lange trübselig sein, viel zu schön war es doch zu lächeln und glücklich über das zu sein, was sie hatten, über das Hier und Jetzt, die Zukunft konnte eigentlich waren, noch waren sie nicht so weit und Chris war sehr froh darüber.
„Ich liebe dich auch, mein Herz. Mehr als alles andere.“, wisperte der junge Mann leise, ihn ein weiteres Mal küssend.
Er wollte ebenso wenig, dass der Urlaub zu einem Reinfall wurde, nur weil sie ihre Sorgen mit sich trugen, aber es machte ihn irgendwo glücklich, dass sie wenigstens darüber sprachen und es nicht totschwiegen, vor allem, dass Ethan sich ihm gegenüber öffnete und wirklich das preisgab, was ihn momentan bedrückte. Und man konnte jedes Problem irgendwie lösen, solange man sich selbst nicht aufgab.
Chris rutschte etwas näher an Ethan ran, verlagerte sein Gewicht so, dass er mit dem Älteren sich auf’s Bett fallen ließ, wobei sein Handtuch leicht von der Hüfte rutschte. „Weißt du, wir haben nicht viel zu tun und keiner ist hier, der uns hören oder gar stören könnte…“, mit seinen gliedrigen Fingern strich er sanft über die muskulöse Brust des Arztes, zog sich etwas näher an ihn heran.
Sie hatten eigentlich sowieso nichts Besseres zu tun gehabt und Chris konnte seit dem letzten Mal kaum noch die Finger von seinem Freund lassen und Abwechslung an anderen Orten war bekanntlich sehr gesund für jede Beziehung, man musste es nur in die Praxis umsetzen.

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Kauzi
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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jul 01, 2012 8:15 pm

Der Knoten in seiner Brust löste sich langsam, als Chris sich enger an ihn schmiegte, anscheinend schien er seine bedrückte Laune nicht aufrecht erhalten zu wollen. Ethan seufzte leicht, als könnte er den Hippie jemals für solche hohlen Versprechungen eintauschen. Er war noch nie untreu gewesen, und er würde Chris auch nicht untreu werden, nur, weil irgendeine Frau ihm vielleicht die Möglichkeit auftun würde, ein langweiliges Vorstadtleben zu führen. Keine Kinder hieß immerhin, dass er seine Zeit voll und ganz Chris widmen konnte. Es hatte also durchaus aus Vorteile. Seine Hände legten sich noch enger schützend um Chris, als er seine Bedenken äußerte, strichen ruhig über seinen Hinterkopf. Manchmal war der Hippie einfach so unsicher, dass es Ethan beinahe wehtat.
„Ich bin mir bei dir mindestens genauso sicher wie du dir bei mir“, versicherte er ihm, nahm sein Gesicht dann zwischen seine Hände, ihm in die strahlend grünen Augen sehend.
„Und du hast mich viel zu sehr um den Finger gewickelt, als dass ich dir irgendwie abhauen könnte“, lächelte er und gab ihm einen sachten Kuss. Der Gedanke daran mit Chris alt zu werden erfüllte ihn viel mehr mit Glück und Vorfreude, als es jede andere Idylle je gekonnt hätte.
Er ließ sich mit Chris zurück auf das Bett sinken, strich ihm über den Rücken und gab ihm einen langen innigen Kuss. Eigentlich hatte er nie ein Problem damit gehabt, wenn Chris so über ihm saß, ein klein wenig erregend fand er es sogar. Wenn er darüber so nachdachte, wie heftig Chris bei ihrem ersten Mal gekommen war, musste es doch eigentlich ziemlich angenehm sein, den passiven Part zu übernehmen, oder nicht?
„Sind wir denn hergekommen, um noch etwas anderes zu machen?“, grinste Ethan, und biss leicht in Chris Unterlippe. Er drehte sich mit ihm herum, zog ihm dabei das Handtuch weg, das er sich locker um die Hüfte geschlungen hatte. Seine Hand glitt in seinen Schritt und umfasste sein Glied, es sanft reibend, während er seine Lippen fest auf die seines Freundes drückte, mit der Zunge gegen seine Zähne stoßend und sie fordernd in seinen Rachen schiebend. Er schloss kurz die Augen und genoss den Augenblick, er konnte spüren, wie Chris immer heißer wurde und sein Glied langsam steif wurde. Ethan selbst ging es nicht anders, vor Erregung griff seine Hand etwas fester zu, die andere tastete in der Tasche seiner Shorts nach dem Kondom, das er mit hundertprozentiger Sicherheit eingepackt hatte. Er warf es neben sich auf das Bett, ließ nur kurz von Chris ab, um sich den letzten störenden Stoff vom Körper zu reißen, eilig, denn er wollte sich nicht mit solchen Kleinigkeiten aufhalten. Anstatt das Kondom jedoch Chris zu überlassen, wandte er sich leicht um und stülpte es stattdessen dem Hippie über. Er wollte es, er wollte es wirklich, und vermutlich war jetzt der beste Moment, um damit Chris´ Zweifel ein für alle Mal zu zerstreuen, irgendetwas an ihm könnte ihn nicht zufriedenstellen. Er könnte ihn nicht zufriedenstellen.
„Ich möchte nicht warten, ich möchte es jetzt tun“, brachte er schwer atmend hervor und ließ sich zur Seite auf den Rücken fallend, sodass Chris wieder über ihm war. Er erinnerte sich daran, dass er vor ein paar Tagen mit hochrotem Kopf Gleitgel gekauft hatte, eigentlich, damit der Sex für Chris weniger mit Schmerzen verbunden war. Jetzt konnte er das vermutlich besser gebrauchen. Vermutete er zu mindestens. Seine Hand fischte es aus der Tasche, die noch am Fuß des Bettes stand und hielt es Chris mit rotem Gesicht hin. Es hatte irgendwie sogar etwas Reizendes, sich Chris so hinzugeben, die Zügel aus der Hand zu geben und ihn einfach machen zu lassen. Er drückte sich etwas näher an ihn, küsste seinen Hals entlang.
„Dann hatte ich auch mein richtiges erstes Mal mit dir“, hauchte er, und es würde etwas Besonderes sein, weil es in ihrem ersten gemeinsamen Urlaub passiert war.

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BeitragThema: Re: Living on a guitar´s strings   So Jul 01, 2012 11:18 pm

Natürlich waren sie nicht nur hierher gekommen, um ein bisschen Urlaub zu machen und den ganzen Tag nichts zu tun. Chris wollte gar nicht früh genug ein weiteres Mal mit seinem Freund schlafen, viel zu auf- und erregend war das letzte Mal in ihrer kleinen Wohnung, sodass man nicht genug haben konnte.
Als Antwort schenkte der Jüngere Ethan ein breites Grinsen, ehe sich seine Lippen zu einem Kuss schlossen, den er nur zu gerne erwiderte. Er spürte wie die Hand des Älteren langsam zwischen seine Beine glitt, die Wärme stieg von Sekunde zur Sekunde an, sodass er es beinahe bereute, dass sie den kühlen See verlassen hatten, doch da war ein solcher Akt der Zuneigung auch nicht so leicht, auch wenn der Gedanke an Sex im See den Hippie nur umso mehr in Ekstase wallen ließ. Er musste keuchen, als die Berührungen seines Mitbewohners ihm zu einer Erektion verhalfen, die Hitze in seinem Körper beinahe unerträglich machten.
Und dann war Ethan auch schon anders zugange, die grünen Augen wanderten zum Kondom, was unmittelbar in seiner Nähe lag, der Blonde wollte es gerade mit seinen Fingern umfassen, als Eth ihm plötzlich zuvorkam. Überrascht und etwas verwirrt ließ er den Blick erst auf ihn, dann auf seine Hände gleiten.
„Ethan..“, presste der junge Mann leise heraus, er wollte ihn fragen, ob das wirklich sein Wunsch war und keine Pflicht, die der Arzt empfand, weil Chris bestätigt hatte, dass ein Rollentausch im Bett für ihn völlig in Ordnung war. Doch wenn er es nicht wirklich gewollt hätte, würde wahrscheinlich auch keine Verpflichtung ihn je dazu zwingen können, sich auf den Rücken zu legen und darauf zu warten, dass Chris fortfuhr und er wäre ein Narr, würde er es mit tausenden von Fragen unterbinden, das wäre zu schade und er musste zugeben, dass der Gedanke daran, aktiv sein zu können, ein unglaublich tolles Kribbeln bei dem jungen Mann hervorrief und die Wollust nur noch stärker antrieb.
Ein schiefes Lächeln glitt über die Lippen des Hippies als er seinen Geliebten betrachtete, wie er rot anlief, als er die Tube Gleitgel aus der Tasche fischte und sie ihm in die Hand drückte- zur Not hatte er selbst noch welche gehabt, aber es war süß wie Ethan vorgesorgt hatte, wahrscheinlich weniger für diesen Fall, doch das war egal, der Wille zählte.
Chris legte die Tube vorerst beiseite, schaute mit ernster Miene in die Augen des Älteren. „Und du bist dir ganz sicher?“, fragte er ihn mit fester Stimme, während seine Hände zu den Oberschenkeln des Arztes wanderten, mit sanfter Gewalt die Beine auseinanderdrückend. Er war so schön, wie er vor ihm lag, sein Körper erschien so perfekt, trotz kleiner Narben und Spuren der letzten Liebesnacht, die sie vor gar nicht so langer Zeit hatten (obwohl es ihm vorkam wie ein halbe Ewigkeit). Lustvoll musterte er jeden Muskel, den er niemals an seinem eigene Körper gesehen hatte und irgendwo konnte er es sich auch nicht vorstellen.
Bevor er zum Eigentlichen kam, berührte er noch sanft das Glied des anderen, umschloss dieses vorsichtig mit den langen Fingern, verhalf ihm mit langsamen Bewegungen dazu, erregt zu sein, ehe er von ihm abließ, ein weiteres Mal das Hilfsmittelchen, in Form von klaren Gel, verrieb dieses gleichmäßig über seine eigene Erektion, schaute erneut zum Ex- Soldaten herüber, leckte sich leicht über die Lippen, ehe er den Körper des Gegenübers leicht zur Seite schob, ließ sich von seinem Freund dabei helfen, ihn umzudrehen. Chris umfasste die Hüfte Ethans, zog ihn näher an sich, ließ die Hände allerdings weiter nach unten gleiten, zog die Beine erneut leicht auseinander, ehe der Blonde vorsichtig und langsam in ihn eindrang. Der Hippie keuchte auf, verharrte für einen Moment in der Position, ehe sein Becken sich leicht auf und ab bewegte.
Es war leichter mit Gleitgel, jedoch wusste der Blonde nicht, wie sich sein Freund fühlte und ob er Schmerzen hatte und trotz der vereinfachten Maßnahmen erkannten die grünen Augen das Blut, nicht viel, doch es war da.
Der schmale Körper beugte sich über den Arzt herüber, küsste sanft seinen Rücken, wanderte hoch bis zum Nacken und knabberte anschließend an seinem Ohr „Sag, wenn es wehtut.“, hauchte er ihm keuchend ins Ohr. Er wollte sein erstes Mal so schön wie möglich gestalten und ihm keineswegs nur Schmerzen zufügen, denn Ethan sollte sich an diesem Moment erinnern können ohne dabei schrecklich Gefühle zu empfinden.
Chris hätte sich so etwas bei seinem ersten Mal auch gewünscht, doch bei ihm ging alles etwas unerfahrener und schmerzvoller zu (damals wussten sie auch nicht, dass man sich Hilfe verschaffen konnte), doch es war wohl Ethans Segen, dass der Hippie bereits seit acht Jahren genug Praxiserfahrung sammeln konnte.
Das Blut floss in unglaublicher Schnelle durch den Körper des Jüngeren, er spürte wie seine Wangen erröteten und wie der Schweiß die Schläfe herunter perlte, während sein Körper sich gleichmäßig bewegte und sich enger an seinen Mitbewohner presste. Er presste ein lustvolles Stöhnen raus, konnte es nicht mehr in der Kehle drin behalten, viel zu intensiv war das Gefühl, viel zu stark die Erregung, die seinen Körper befiel. Die Nägel krallten sich in das Fleisch des anderen, während er mit Bedacht schneller wurde und mittlerweile ganz in den jungen Mann eingedrungen war, was sich als nicht mehr so schwierig erwies, sein Körper hatte sich bereits daran gewöhnt.
Chris hinterließ einen weiteren Gebissabdruck auf der Haut des Älteren, diesmal auf der anderen Schulter und als sich dieser zu ihm umdrehte, zog er seine Lippen zu einem stürmischen Kuss an sich, leckte zum Abschluss über die schmalen Lippen, ihn schief anlächelnd.
Der Blonde spürte, wie er langsam zum Höhepunkt kam, wirbelte mit seiner ganzen Kraft den Körper seines Geliebten herum, sodass dieser wieder auf dem Rücken lag, wie zu Anfang. Sein Gesicht und der von Schweiß getränkte Körper animierten ihn dazu, noch schneller sein Becken zu bewegen, sich noch enger an Ethan zu pressen und ihn noch stärker zu küssen, während lautes Keuchen und Stöhnen aus seinem Munde wich.
Chris wartete, bis Ethan endlich zum Höhepunkt kam, half mit einer Hand und härteren Stößen etwas nach, bis dieser endlich seinen Orgasmus erreicht hatte und der Jüngere ihm daraufhin folgte, ein letztes Mal zustieß, die Augen zusammenkneifend.
Der Hippie ließ sich erschöpft auf den Arzt fallen, keuchend und hin und wieder mit den Muskeln unkontrolliert zuckend, rutschte kurz darauf jedoch leicht zur Seite, Ethan aufmerksam beobachtend. Er schluckte, hörte sein Herz im Ohr pochen.
„Ich hoffe…ich habe dir nicht zu sehr wehgetan.“, murmelte er mit leiser Stimme, schnappte ein weiteres Mal nach Luft, während seine Hände sanft über die Brust des Ex- Soldaten strichen.
Chris hatte versucht es ihm so angenehm wie möglich zu gestalten, ob es ihm gefiel, konnte er jedoch nicht kontrollieren und er wollte auch nicht damit anfangen, wie stark es ihn erregt hatte und dass dieses Mal genauso aufregend und schön war, wie zu Hause.
Gedankenverloren schaute der Blonde in die Leere, abwartend, was sein Geliebter dazu sagte, schließlich wurde er gerade wirklich entjungfert und dies von…nun ja, von Chris.

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